07 April 2026, 22:31

Rechtsstreit um Caren Miosga: Vorwürfe der Voreingenommenheit und ausgeschlossenes Lager

Papier mit Abbildungen von Menschen und handgeschriebenem Text, der die öffentliche Meinung zu rechtlichen oder Regierungsverfahren zusammenfasst.

Rechtsstreit um Caren Miosga: Vorwürfe der Voreingenommenheit und ausgeschlossenes Lager

Ein Rechtsstreit über angebliche Medienvoreingenommenheit ist um die NDR- und ARD-Talkshow Caren Miosga entbrannt. Der Anwalt Christian Schertz wirft der Sendung vor, den Schauspieler Christian Ulmen unfair behandelt zu haben. Die Redaktion weist die Vorwürfe entschieden zurück und betont, dass sie nach den Maßstäben verantwortungsvoller Berichterstattung arbeite.

Eine kommende Ausgabe wird sich mit dem anhaltenden Konflikt zwischen der Schauspielerin Collien Fernandes und Ulmen befassen – zu Gast sind Fernandes sowie Bundesjustizministerin Stefanie Hubig. Vertreter Ulmens werden in der Sendung jedoch nicht zu Wort kommen.

Der Streit eskalierte, nachdem Schertz Caren Miosga eine einseitige Darstellung des Falls vorwarf. Er kritisierte, die Aufbereitung des Konflikts zwischen Fernandes und Ulmen verletze Grundsätze der Fairness und der Rechtsstaatlichkeit. Zudem kündigte Schertz an, rechtliche Schritte gegen Der Spiegel einzuleiten, dessen Berichterstattung über einen Vorfall auf Mallorca er als unvollständig bezeichnete.

Schertz hatte sich bereit erklärt, in der Sendung Ulmens Position zu vertreten, wurde jedoch abgelehnt. Er wies wiederholt Vorwürfe zurück, Ulmen habe Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet, und nannte die Behauptungen haltlos. Das Team von Caren Miosga hingegen betont, die Folge behandle ein gesellschaftlich relevantes Thema und halte sich strikt an journalistische Ethikstandards.

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Der Rechtskonflikt zwischen Fernandes und Ulmen hat sich in den letzten Wochen weiter zugespitzt. Die Entscheidung der Sendung, Ulmens Seite auszuschließen, verschärfte die Spannungen zusätzlich. Schertz warnte, die Haltung des Programms könnte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Der Fall zeigt die Herausforderungen auf, die mit der Balance zwischen Medienberichterstattung und rechtlicher Fairness einhergehen. Caren Miosga wird die geplante Ausgabe wie vorgesehen ausstrahlen, während Schertz weiterhin gegen das aus seiner Sicht voreingenommene Reporting vorgehen will. Ungewiss bleibt, wie sich mögliche juristische Schritte entwickeln werden – doch der Fall hat bereits eine breitere Debatte darüber ausgelöst, wie hochkarätige Konflikte in den Medien dargestellt werden.

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