21 March 2026, 16:49

Pro-feministischer Männerkongress in Berlin endet mit Presse-Eklat

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Feminismus ohne Trans-Frauen" und Schilder in einem öffentlichen Raum mit einer Wand und einem Rollladen im Hintergrund.

Pro-feministischer Männerkongress in Berlin endet mit Presse-Eklat

Pro-feministischer Männerkongress in Berlin-Kreuzberg endet mit Pressekonflikt

Am vergangenen Wochenende fand im Berliner Stadtteil Kreuzberg ein pro-feministischer Kongress für Männer statt. Die Veranstaltung im Mehringhof am 14. März 2026 brachte rund 30 Teilnehmer zusammen, die über Männlichkeitsbilder und Antifeminismus diskutierten. Doch es kam zu Spannungen, als die Organisatoren versuchten, einer Journalistin die Berichterstattung zu verwehren.

Im Mittelpunkt des Kongresses standen kritische Männerbewegungen, die in den 1970er-Jahren entstanden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Mart Busche, einer nicht-binären Wissenschaftlerin der Berliner Alice-Salomon-Hochschule, wurde in Workshops erörtert, wie sich Vorstellungen von Männlichkeit im Laufe der Zeit gewandelt haben. Die Teilnehmer analysierten zudem "Antifeminismus als Brückenideologie" und dessen Auswirkungen auf marginalisierte Gruppen.

Trotz der offenen Thematik weigerten sich die Organisatoren, ihre Namen preiszugeben, und schränkten den Pressezugriff ein. Eine Reporterin einer feministischen Website wurde daran gehindert, Interviews zu führen oder über die Veranstaltung zu berichten. Ein Teilnehmer kritisierte im Nachhinein diesen Schritt mit den Worten: "Dass die Organisatoren eines Männerkongresses eine feministische Journalistin wegschicken, zeigt, wie viel Arbeit noch vor uns liegt."

Ein weiterer Teilnehmer äußerte später gegenüber der Reporterin: "Wir müssen auch aus unserem Elfenbeinturm heraus", was die Frustration über die Haltung der Organisatoren widerspiegelte. Aus der Veranstaltungsdokumentation geht hervor, dass sich keiner der 30 anwesenden Männer als nicht-binär oder queer identifizierte.

Nach dem Kongress beschwerten sich die Organisatoren per E-Mail bei der Chefredakteurin der Website über die Anwesenheit und das Vorgehen der Journalistin.

Der Kongress unterstrich die anhaltenden Debatten über Männlichkeit und Feminismus. Doch die Weigerung der Organisatoren, mit der Presse zu kooperieren, stieß bei einigen Teilnehmern auf Kritik. Der Vorfall warf Fragen zur Transparenz einer Veranstaltung auf, die sich progressiven Diskussionen verschrieben hatte.

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