Porsche erleidet dramatischen Gewinnsturz nach Fehlentscheidungen und China-Krise
Ekkehard ScheelPorsche erleidet dramatischen Gewinnsturz nach Fehlentscheidungen und China-Krise
Porsches Gewinne sind nach einem drastischen Einbruch der Erträge im vergangenen Jahr eingestürzt. Das Unternehmen verzeichnete einen Nettogewinn von nur noch 310 Millionen Euro – ein Rückgang um 91,4 Prozent im Vergleich zu 2024. Der Absturz folgt auf kostspielige Fehlentscheidungen und veränderte Marktnachfrage, die den Luxusautobauer hart trafen.
Die Marke kämpfte mit einem Rückgang der Verkäufe in China, ihrem wichtigsten Absatzmarkt, wo die Zahlen 2025 um 26 Prozent einbrachen. Die Auslieferungen sanken auf rund 41.000 Fahrzeuge – deutlich weniger als in den Vorjahren. Eine schwächere Konjunktur, harter Wettbewerb durch einheimische E-Auto-Hersteller und nachlassendes Interesse an westlichen Luxusmarken verschärften die Krise.
Zudem sah sich Porsche in den USA mit höheren Zöllen konfrontiert und hatte die Geschwindigkeit unterschätzt, mit der Käufer auf Elektrofahrzeuge umsteigen würden. Viele Sportwagenkunden bevorzugen nach wie vor Verbrennermotoren, was das Unternehmen zwang, die Produktion klassischer Modelle länger aufrechtzuerhalten. Milliardeninvestitionen in die Aufrechterhaltung dieser Antriebe fraßen den Großteil der Gewinne auf.
Bis Ende 2025 schrieb Porsche kaum noch Gewinne. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Umsatzrückgang, erwartet aber, dass die Rentabilität wieder auf über fünf Prozent steigen wird.
Der finanzielle Dämpfer kommt nach einer Reihe von Rückschlägen – von der schwachen Nachfrage in China bis hin zu teuren Wetten auf Verbrennermotoren. Porsches Ausblick bleibt vorsichtig: Der Fokus liegt darauf, die Margen trotz eines erneuten Umsatzrückgangs wieder zu stärken. Die nächsten Schritte der Marke hängen davon ab, wie es gelingt, die Elektrifizierungspläne mit der anhaltenden Nachfrage nach benzinbetriebenen Fahrzeugen in Einklang zu bringen.






