Niedersachsen setzt KI-Übersetzer für effizientere Justizverfahren ein
Ekkehard ScheelNiedersachsen setzt KI-Übersetzer für effizientere Justizverfahren ein
Niedersachsen führt KI-gestütztes Übersetzungswerkzeug für die Justiz ein
Niedersachsen hat ein KI-basiertes Übersetzungstool entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse des Justizsystems zugeschnitten ist. Das System entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Justizministerium und dem Finanzministerium und soll gerichtliche Verfahren mit mehrsprachigem Bezug effizienter gestalten. Behörden versprechen sich davon eine Steigerung der Effizienz und erhebliche Kosteneinsparungen für Gerichte in ganz Deutschland.
Ursprünglich wurde das Tool unter dem Namen „InDA“ (Intelligente Datenanalyse in internationalen Steuerprüfungen) für die Steuerverwaltung konzipiert. Die technische Umsetzung übernahm zunächst das Landesamt für Steuern Niedersachsen. Nun hat das Justizministerium die umfassenden Rechte erworben, das System für den justiziellen Einsatz anzupassen, weiterzuentwickeln und zu verbreiten.
Justizministerin Kathrin Wahlmann betonte das Potenzial des Tools als bedarfsgerechte Lösung für Gerichte bundesweit. Sie hob hervor, dass es nach dem Prinzip „eines für alle“ einheitliche Unterstützung für Justizbehörden biete. Auch Finanzminister Gerald Heere lobte die ressortübergreifende Zusammenarbeit und bezeichnete das Projekt als wertvolle Bereicherung für die öffentliche Verwaltung.
Die KI-Lösung soll nun an die spezifischen Anforderungen von Gerichten und Behörden angepasst werden. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, rechtssichere Übersetzungen zu liefern und so Verfahren mit internationalem Bezug zu beschleunigen. Die Verantwortlichen erwarten, dass das Tool Bearbeitungszeiten deutlich verkürzt und die Kosten spürbar senkt.
Das neue Übersetzungssystem markiert einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der justiziellen Abläufe in Deutschland. Durch die Automatisierung sprachlicher Aufgaben könnte es die Belastung der Gerichte bei mehrsprachigen Fällen verringern. Das Justizministerium plant, die Nutzung des Tools in den kommenden Monaten bundesweit auszuweiten.






