Neues Gesetz beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsfachkräfte ab 2026
Lidia HartungNeues Gesetz beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsfachkräfte ab 2026
Der Deutsche Bundestag hat ein neues Gesetz zur beschleunigten Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitsbereich verabschiedet. Der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingebrachte Entwurf richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen aus Drittstaaten. Befürworter betonen, dass das Gesetz Bürokratie abbaue und die Anerkennung von Fachkräften beschleunige.
Das Vorhaben wurde am Donnerstag mit den Stimmen der Regierungskoalition und der Grünen verabschiedet. Die AfD lehnte es ab, während die Linke sich der Stimme enthielt. Nach der finalen Zustimmung des Bundesrates soll das Gesetz am 1. November 2026 in Kraft treten.
Nach den neuen Regelungen können die Bundesländer Sprachkenntnisse bereits prüfen, bevor Bewerber ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben. Zudem führt das Gesetz einheitliche Standards und digitale Verfahren ein, um die Anerkennung zu vereinfachen. Behörden zufolge werde dies den Verwaltungsaufwand für Antragstellende und Ämter verringern.
Ministerin Warken argumentierte, dass die Straffung der Verfahren dazu beitrage, den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen zu bekämpfen. Das Gesetz umfasst zentrale Berufe, konzentriert sich jedoch darauf, qualifizierten Arbeitskräften schnellere und klarere Wege in den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Der Gesetzentwurf geht nun an den Bundesrat zur abschließenden Beratung vor der Umsetzung. Sobald das Gesetz gilt, ermöglichen es frühere Sprachprüfungen und digitale Bearbeitungsprozesse für ausländische Gesundheitsfachkräfte. Die Änderungen zielen darauf ab, die Anerkennung von Qualifikationen in ganz Deutschland schneller und einheitlicher zu gestalten.






