Müllfahrzeuge werden grüner: Wie zwei Entsorger CO₂ sparen und Alternativen testen
Mia StollMüllfahrzeuge werden grüner: Wie zwei Entsorger CO₂ sparen und Alternativen testen
Zwei deutsche Entsorgungsunternehmen machen Fortschritte bei der Reduzierung der Emissionen ihrer Fahrzeugflotten. In Schwerin hat der lokale Entsorgungsbetrieb elektrische Müllfahrzeuge eingeführt und erforscht Wasserstoff als Alternative zu Diesel. Unterdessen hat die Göttinger Entsorgung (GEB) fast ihre gesamte Flotte auf synthetischen Diesel umgestellt und damit messbare CO₂-Einsparungen erzielt.
Die GEB hat nahezu alle ihrer über 120 Fahrzeuge auf HVO100 umgerüstet, einen synthetischen Diesel, der aus gebrauchten Speiseölen und Abfallfetten hergestellt wird. Dadurch konnten die jährlichen CO₂-Emissionen um etwa 1.800 Tonnen reduziert werden. Das Unternehmen bleibt langfristig auf die Elektrifizierung fokussiert, betrachtet HVO100 jedoch als praktischen Zwischenschritt, während erneuerbare Energien ausgebaut werden.
Erprobungen mit einem elektrischen Müllfahrzeug unter Sommer- und Winterbedingungen brachten positives Feedback. Mitarbeiter hoben die geringere Lärmbelastung und die reduzierten Vibrationen im Vergleich zu herkömmlichen Dieselmodellen hervor. Auch Anwohner bemerkten den leiseren und saubereren Betrieb während der Abholungen.
In Schwerin hat der kommunale Entsorgungsdienst (SAS) elektrische Modelle wie den Volkswagen ID.3 in seine Flotte aufgenommen. Zudem testet er Wasserstoff als möglichen Dieselersatz. Im Gegensatz zur GEB liegen jedoch noch keine konkreten CO₂-Einsparungen für diese Maßnahmen vor. Kein anderes deutsches Entsorgungsunternehmen hat bisher ähnliche Erfolge mit synthetischen Kraftstoffen oder elektrischen Flotten gemeldet.
Die Umstellung der GEB auf HVO100 hat bereits deutliche Emissionsreduktionen gebracht, während die Elektro-Tests vielversprechend für eine künftige Einführung sind. Schwerins Experimente mit Elektro- und Wasserstofffahrzeugen unterstreichen die wachsenden Bemühungen um eine umweltfreundlichere Abfallwirtschaft. Beide Ansätze deuten auf einen Wandel hin zu klimafreundlicheren Betriebsabläufen in der Branche hin.






