MERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Abenteuer, Genuss und kritische Stimmen zum Eintrittspreis
Lidia HartungMERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Abenteuer, Genuss und kritische Stimmen zum Eintrittspreis
Das MERIAN Reisefestival kehrte am Wochenende nach Wiesbaden zurück und verwandelte das Rhein-Main Congress Center in eine Welt voller Geschichten, Aromen und Abenteuer. Von Samstag bis Montag entdeckten Besucher Vorträge über ferne Ziele, kosteten regionale Spezialitäten und lauschten persönlichen Erzählungen von Entdeckern und Autoren. Doch trotz des vielfältigen Angebots fragten sich manche Gäste, ob der Eintrittspreis dem Erlebnis wirklich gerecht wurde.
Der Weg zum Festival gestaltete sich zunächst schwierig: Weder Schilder noch Banner wiesen den Weg zum Haupteingang, sodass frühe Besucher erst einmal nach dem richtigen Zugang suchen mussten. Drinnen präsentierte sich die Ausstellungshalle eher ruhig – die meisten Aktivitäten konzentrierten sich auf die Essensstände. Dort konnten Gäste handgefertigte Käsesorten, frische Pasta, Spezialitätenkaffee und Craft-Biere lokaler Brauereien probieren.
Das Programm bot eine Mischung aus Reiseberichten und kulturellen Darbietungen. Denis Scheck und Anne-Dore Krohn präsentierten gemeinsam eine literarisch-kulinarische Revue über Berlin, die Genuss und Erzählkunst verband. Die Brüder Aaron und Achill Moser berichteten unterdessen von ihrer strapaziösen Besteigung des Kilimandscharo – mit Fotos und persönlichen Einblicken. Jonas Deichmann stellte sein Solo-Abenteuer-Buch Das Limit bin nur ich vor, während die Autorin Verena Lugert aus ihrem Bestseller-Thriller Die Irren mit dem Messer las.
Wer praktische Fähigkeiten erwerben wollte, konnte an einem Fotografie-Workshop von Cewe teilnehmen, bei dem jeder fünf eigene Bilder kostenlos ausdrucken durfte. Die Reisevorträge reichten von der Wiesbadener Rheingau-Region bis zu den Wildnissen Alaskas, Costa Ricas und Afrikas. Zwischen den Veranstaltungen lockten Klangschalen-Demonstrationen von Schloss Freudenberg und ein Besuch der Wiesbadener Weinkönigin, die dem Event eine lokale Note verliehen.
Nach drei Tagen voller Vorträge, Verkostungen und Reiseinspiration ging das Festival zu Ende. Die Tickets kosteten 25 Euro für einen Tag oder 60 Euro für den gesamten Zugang – ein Preis, den manche als zu hoch für das gebotene Erlebnis empfanden. Die Veranstalter betonten jedoch das Ziel der Veranstaltung: unterhalten, informieren und Gespräche über die Welt jenseits von Wiesbaden anzuregen.






