Mann klettert auf fahrenden Zug – Notbremsung verhindert Schlimmeres
Lidia HartungMann klettert auf fahrenden Zug – Notbremsung verhindert Schlimmeres
Ein 46-jähriger Mann aus München ist nur knapp einer schweren Verletzung entgangen, nachdem er auf einen fahrenden Zug geklettert war, um vergessenes Gepäck zu bergen. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag und führte zu Verspätungen bei zwölf Zügen. Zudem leitete die Bundespolizei Ermittlungen wegen Gefährdung des Bahnverkehrs ein.
Der Mann war am Osnabrücker Hauptbahnhof aus dem Zug ausgestiegen, um eine Raucherpause einzulegen. Als er bemerkte, dass der Zug ohne sein Gepäck abfuhr, traf er eine riskante Entscheidung: Er stieg auf das Trittbrett zwischen zwei Wagen, während der Zug noch in Bewegung war.
Bahnmitarbeiter entdeckten den Mann schnell und alarmierten den Lokführer, der daraufhin in der Nähe von Ibbenbüren im Kreis Steinfurt eine Notbremsung einleitete. Auf dieser Strecke können Züge Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreichen – ein solches Manöver ist daher äußerst lebensgefährlich.
Nach dem Stoppen des Zuges wurde der Mann "sichtlich erschüttert, aber körperlich unverletzt" vorgefunden. Die Behörden bestätigten später, dass gegen ihn wegen Gefährdung des Bahnverkehrs ermittelt wird.
Der Vorfall verursachte erhebliche Behinderungen: Zwölf Züge hatten aufgrund der Notbremsung Verspätungen. Bahnvertreter wiesen Passagiere erneut darauf hin, vergessenes Gepäck umgehend beim Personal zu melden, statt das eigene Leben zu riskieren. Ein Sturz aus einem Hochgeschwindigkeitszug, so die Warnung, ende fast sicher tödlich.






