Liechtenstein und Hessen besiegeln engere Zusammenarbeit in Wirtschaft und Sicherheit
Mia StollLiechtenstein und Hessen besiegeln engere Zusammenarbeit in Wirtschaft und Sicherheit
Liechtensteins Ministerpräsidentin Brigitte Haas traf sich diese Woche in Wiesbaden mit dem hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die finanzielle Zusammenarbeit, die Sicherheit sowie zukünftige Investitionen zwischen den beiden Regionen. Beide Politiker bezeichneten das Treffen als einen Schritt zu engeren Beziehungen, auch wenn keine größeren Abkommen verkündet wurden.
Haas und Rhein erörterten, wie Frankfurt und Liechtenstein einander ergänzen könnten. Frankfurt bringe globale Reichweite und finanzielle Dynamik mit, während Liechtenstein spezialisiertes Know-how und Innovationskraft biete. Rhein nannte das Fürstentum einen "verlässlichen Partner" mit überraschend großer wirtschaftlicher Strahlkraft für seine Größe.
Die beiden Regierungschefs loteten Möglichkeiten aus, um Investitionsströme zu erleichtern und bürokratische Hürden abzubauen. Zudem sprachen sie über die innere Sicherheit, wobei Rhein betonte, dass die Zusammenarbeit in diesem Bereich unverzichtbar sei. Haas verwies darauf, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Liechtenstein über die Wirtschaft hinausgingen, und verwies auf Jahrzehnte des politischen und kulturellen Austauschs.
Konkrete Projekte oder Investitionen wurden zwar nicht bekannt gegeben, doch beide Seiten bekundeten eine gemeinsame Vision. Bisherige Kontakte beschränkten sich auf Veranstaltungen wie die Börsenverein-Konferenz 2023 in Frankfurt und einen Vortrag der Bendura Bank über Liechtenstein im Jahr 2024. Rhein hob hervor, dass die beiden Finanzstandorte gemeinsam zentrale Säulen der europäischen Wirtschaftsstruktur bildeten.
Das Treffen endete zwar ohne spektakuläre Ankündigungen, legte aber den Grundstein für künftige Kooperationen. Beide Seiten wollen an der Verringerung bürokratischer Hindernisse und der Förderung grenzüberschreitender Investitionen arbeiten. Im Fokus bleibt die Stärkung der finanziellen und sicherheitspolitischen Verbindungen zwischen Frankfurt und Liechtenstein.






