Lichtverschmutzung und Naturschutz: BN Ottobeuren diskutiert aktuelle Herausforderungen
Mia StollLichtverschmutzung und Naturschutz: BN Ottobeuren diskutiert aktuelle Herausforderungen
Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hält Jahresversammlung in der Silachstube des Gasthofs Mohren ab
Bei der diesjährigen Hauptversammlung der BN-Ortsgruppe Ottobeuren im Saal der Silachstube des Gasthofs Mohren standen aktuelle Umweltthemen im Mittelpunkt – insbesondere die Problematik der Lichtverschmutzung und ihre Auswirkungen auf Natur und menschliche Gesundheit. Zudem wurden langjährige Mitglieder für ihr Engagement geehrt.
Eröffnet wurde die Versammlung von Martin Schweiger, dem Ersten Vorsitzenden, der sowohl langjährige Mitglieder als auch den Gastredner Robert Blasius begrüßte. Blasius, Vertreter der Initiative "Wächter der Nacht", hielt einen Vortrag über die Risiken künstlicher Beleuchtung. Er führte aus, dass übermäßige und falsch eingesetzte nächtliche Lichtquellen natürliche Rhythmen stören und damit sowohl der Tierwelt als auch dem menschlichen Wohlbefinden schaden.
Blasius widerlegte zudem die weitverbreitete Annahme, dass hellere Straßen automatisch mehr Sicherheit bieten. Statistiken würden diesen Glauben nicht stützen, betonte er, und plädierte für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Außenbeleuchtung.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung von Mitgliedern, die dem BN seit über 40 Jahren die Treue halten. Als Zeichen der Anerkennung erhielten sie Urkunden sowie silberne Anstecknadeln.
Besondere Würdigung erfuhr Wendelin Schindele für seine maßgebliche Mitwirkung bei der Gestaltung des Kräutergartens. Als Dankeschön überreichte ihm die Eine-Welt-Laden-Initiative (Fair-Trade-Laden) ein Poster sowie einen Geschenkkorb.
Die Veranstaltung unterstrich die wachsende Besorgnis über Lichtverschmutzung und ihre Folgen für Ökosysteme. Gleichzeitig wurden die jahrzehntelangen Verdienste langjähriger Mitglieder gewürdigt und Schindeles Beitrag zum Kräutergarten offiziell anerkannt. Die Diskussionen bestärkten die Ortsgruppe in ihrem kontinuierlichen Einsatz für mehr Umweltbewusstsein in der Region.






