09 May 2026, 08:27

Krach will Berlins Wohnungsnot mit Mietenregister und Mietendeckel bekämpfen

Menschen mit Schildern und Plakaten stehen auf einer Straße, die mit Pflanzen und Gebäuden gesäumt ist, mit "Chaos" auf der Straße gemalt, in Anspielung auf die Occupy Wall Street-Proteste.

Krach will Berlins Wohnungsnot mit Mietenregister und Mietendeckel bekämpfen

Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, macht Wohnen zum zentralen Thema seines Wahlkampfs. Angesichts steigender Mieten und verschärfter Wohnungsnot setzt er sich für stärkere Mieterrechte und die Rückkehr zu Mietpreisbremse ein. Zu seinen Vorschlägen gehört ein stadtweites Mietenregister, das er als „Game-Changer“ für Haushalte mit hohen Wohnkosten bezeichnet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Krach fordert Berlins regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wiederholt auf, anzuerkennen, dass Mietobergrenzen unvermeidbar seien. Die SPD wolle mit ihrer Wohnungspolitik die Wahl entscheiden, so Krach, der das Thema als absolute Priorität der Partei inszeniert. Zur Untermauerung verwies er auf die Mitwirkung der SPD bei der Schaffung des Berliner Mietspiegels, einer Institution, die Mietpreise überwachen und regulieren soll.

Die Partei drängt zudem auf eine Bundesklausel zum Opt-out, die Ländern wie Berlin ermöglichen würde, strengere Mietregulierungen wieder einzuführen. Krach warnte Vermieter, ihre Mietverträge jetzt zu prüfen und anzupassen – ab Anfang 2027 sollen Mietkontrolleure mit Stichproben beginnen.

In einer spitz-züngigen, aber lockeren Aktion forderte Krach Wegner zu einem Tennismatch heraus – eine Anspielung auf dessen umstrittene Entscheidung, während eines großflächigen Stromausfalls Tennis zu spielen, was ihm Kritik von politischen Gegnern einbrachte.

Der SPD-Wahlkampf steht und fällt nun mit der Wohnungsfrage. Krach stilisiert das Mietenregister zum zentralen Instrument für Mieter. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnte sich der Berliner Mietmarkt bis 2027 grundlegend wandeln. Vermieter stehen unter Zugzwang, während die Partei weiter auf bundesweite Gesetzesänderungen pocht.

Quelle