Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Lidia HartungKinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Eine französische Kinderschutzorganisation fordert ein Verbot von Kleidung, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung steht. Die Initiative Mouv'Enfants, die hinter der Forderung steht, entdeckte auf großen Online-Plattformen Sweatshirts und T-Shirts, die seine Initialen oder Anspielungen darauf tragen.
Die Artikel, darunter Pullover mit den Initialen JEE (Jeffrey Edward Epstein), wurden auf Etsy, Vinted, AliExpress und eBay angeboten. Einige T-Shirts spielten zudem auf angebliche Verbindungen zwischen Epstein und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump an.
Mouv'Enfants argumentiert, dass es inakzeptabel sei, mit Epsteins Image Profit zu schlagen. Die Organisation betonte, er sei keine Kultfigur, sondern ein verurteilter Pädokrimineller, der ein systematisches Netzwerk sexueller Gewalt gegen Minderjährige betrieben habe. Zudem behauptet die Gruppe, dass solche Verkäufe seine Verbrechen verharmlosen und das Versagen der Plattformen offenbaren, Inhalte angemessen zu überwachen.
Als Reaktion darauf bestätigten Vinted und eBay, die gelisteten Artikel zu entfernen. Vinted erklärte, seine Richtlinien verböten strikt Inhalte, die sexuellen Missbrauch fördern, und verfolge einen Null-Toleranz-Ansatz. Die Kinderschutzorganisation besteht jedoch darauf, dass strengere Maßnahmen erforderlich sind, um ähnliche Angebote künftig zu verhindern.
Die Kontroverse wirft erneut Fragen zur Verantwortung der Plattformen auf. Zwar haben einige Anbieter zugesagt, die Artikel zu löschen, doch Mouv'Enfants drängt weiter auf schärfere Regulierungen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass keine weiteren Waren mit Bezug zu Epstein online erhältlich bleiben.






