KI-Kochroboter: 1,67 Millionen Euro für die Produktion – doch die Verluste bleiben
H.-Dieter HuhnKI-Kochroboter: 1,67 Millionen Euro für die Produktion – doch die Verluste bleiben
Ein Hersteller von Roboterküchen hat durch eine Mini-Anleihe 1,67 Millionen Euro eingesammelt, um die Produktion seiner KI-gesteuerten Kochroboter hochzufahren. Die Mittel sollen neue Fertigungsinitiativen unterstützen, wobei geplant ist, die Ausrüstung über Sale-and-Leaseback-Geschäfte zu refinanzieren. Trotz ambitionierter Umsatzprognosen steht das Unternehmen weiterhin vor finanziellen Herausforderungen – für dieses Jahr wird ein operativer Verlust von 15 Millionen Euro erwartet.
Das Unternehmen arbeitet mit dem Auftragsfertiger Celestica zusammen, der die Kapazität besitzt, tausende Einheiten zu produzieren. Der aktuelle Fokus liegt darauf, einen behaupteten theoretischen Auftragsbestand von 1,6 Milliarden Euro in feste Verkäufe umzuwandeln. Um dies zu erreichen, wird das Unternehmen auf einem anstehenden Investorentag in München Strategien vorstellen, mit denen nicht bindende Vorbestellungen in Leasing- oder Kaufverträge überführt werden sollen.
Zudem hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit MMV Leasing geschlossen, um seinen CA-1-Roboter an Gastronomiebetriebe auf Leasingbasis anzubieten. Neben dem kommerziellen Vertrieb werden seine autonomen Kochsysteme von der Bundeswehr getestet, während die ukrainischen Streitkräfte zugesagt haben, bis zu 25 Einheiten zu erwerben. Trotz dieser Fortschritte ist der Aktienkurs des Unternehmens seit Januar um über 53 Prozent gefallen und notiert nun knapp über seinem 52-Wochen-Tief.
Für 2026 werden Umsatzerwartungen zwischen 44 und 55 Millionen Euro prognostiziert. Doch die finanzielle Perspektive für dieses Jahr bleibt schwach: Bei einem erwarteten Umsatz von nur 250.000 Euro steht ein beträchtlicher operativer Verlust im Raum. Das Unternehmen strukturiert seine Finanzierung um, um die Pipeline von 8.000 Einheiten in tatsächliche Verkäufe zu überführen und seine finanzielle Lage zu stabilisieren.
Die jüngste Finanzierungsrunde und die Fertigungspartnerschaften deuten auf Fortschritte bei der Skalierung der Produktion hin. Angesichts des deutlichen Kursrückgangs und der hohen Verluste, die für 2025 erwartet werden, wird es jedoch entscheidend sein, die Vorbestellungen in Umsatz zu verwandeln. Der Erfolg bei Militärverträgen und Leasingvereinbarungen könnte darüber entscheiden, ob das Unternehmen seine langfristigen finanziellen Ziele erreichen kann.






