24 April 2026, 12:33

KI-Ikonen auf ProSieben: Wie Amy Winehouse digital wieder aufersteht

Eine Gruppe von Menschen umgibt einen Mann in einem weißen Laborkittel und Stethoskop, der auf einem Bett in einem Raum mit einem Fenster liegt, mit dem Text "KÜNSTLER'S Tod in Paris" unten.

KI-Ikonen auf ProSieben: Wie Amy Winehouse digital wieder aufersteht

Neue ProSieben-Show bringt lebende Künstler mit KI-generierten Legenden auf die Bühne

Am 25. April startet Staying Alive – Stars singen mit Legenden, ein neues Format, in dem aktuelle Musiker mit digital wiederbelebten Versionen verstorbener Ikonen der Musikgeschichte auftreten. Den Anfang macht ein KI-generiertes Double von Amy Winehouse, das gemeinsam mit dem deutschen Popstar Sasha performt. Das Konzept hat bereits eine Debatte über ethische Grenzen und den Respekt vor dem Vermächtnis der verstorbenen Künstler ausgelöst.

Die von Endemol Shine produzierte Sendung nutzt künstliche Intelligenz, um die Stimmen und das Erscheinungsbild von Stars wie Winehouse, Elvis Presley, Whitney Houston und Freddie Mercury nachzubilden. Für die Gesangsparts wurden Stimmdoubles aufgenommen, die den Originalaufnahmen entsprechen, während digitale Effekte die längst verstorbenen Künstler wieder auf die Bühne holen. Die erste Folge wird am 25. April ausgestrahlt, eine Woche später folgt die zweite.

Hinter dem Format steht die ProSiebenSat.1 Media SE, die in den vergangenen Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. 2022 kündigte das Unternehmen massive Einsparungen an, darunter den Abbau von über 400 Arbeitsplätzen. Die neue Show ist Teil der Strategie, die Quoten zu steigern und sich im hart umkämpften TV-Markt zu behaupten.

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Endemol Shine, bekannt für Reality-Formate wie Promis unter Palmen und Big Brother, zeichnet für die Produktion verantwortlich. Kritiker werfen der Sendung vor, sie werfe ethische Fragen auf – etwa zur Einwilligung der Verstorbenen und zum Umgang mit ihrem künstlerischen Erbe.

Der Start von Staying Alive fällt in eine Phase, in der ProSiebenSat.1 nach schweren Stellenstreichungen um die Stabilisierung des Geschäfts kämpft. Mit der Kombination aus KI-Technologie und Nostalgie hofft der Sender, Zuschauer zu gewinnen. Wie Publikum und Musikbranche reagieren werden, bleibt abzuwarten.

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