Katholische Kirche verliert bis 2025 über sieben Millionen Mitglieder in Deutschland
Mia StollKatholische Kirche verliert weiter Mitglieder - Katholische Kirche verliert bis 2025 über sieben Millionen Mitglieder in Deutschland
Die Mitgliedszahlen der katholischen Kirche in Deutschland sind weiter rückläufig – bis 2025 hat sich der langjährige Abwärtstrend deutlich beschleunigt. Bundweit bekennen sich nun weniger als 19 Millionen Menschen zum katholischen Glauben, ein Rückgang von über 26 Millionen im Jahr 2000. Besonders stark betroffen sind dabei einige Regionen, vor allem in den neuen Bundesländern.
In Niedersachsen gehörten 2025 noch rund 1,16 Millionen Menschen der katholischen Kirche an. Doch selbst hier ging die Zahl spürbar zurück. Im Bistum Osnabrück sank die Mitgliedschaft auf 486.439 Gläubige, wobei allein in diesem Jahr 6.702 Menschen offiziell austraten. Im benachbarten Bistum Hildesheim waren es 493.186 Katholiken – ein Rückgang, der sich in 8.843 Kirchenaustritten widerspiegelte.
Auch im Regierungsbezirk Oldenburg zeigte sich ein ähnliches Bild: Die Zahl der katholischen Mitglieder fiel auf 230.623, während 3.157 Einwohner 2025 formal aus der Kirche austraten. In Bremen verblieben lediglich 55.809 Katholiken.
Die regionalen Unterschiede bleiben dabei eklatant. In traditionell katholischen Gebieten wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil der Kirchenmitglieder noch bei 30 bis 40 Prozent. In den ostdeutschen Bundesländern Sachsen und Brandenburg hingegen sank die katholische Bindung auf unter fünf Prozent. Trotz schrumpfender Zahlen betont das Bistum Osnabrück seinen Willen, den Kontakt zu den Menschen nicht abreißen zu lassen.
Der Rückgang der katholischen Mitgliedschaft spiegelt tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen in Deutschland wider. Bis 2025 haben formelle Austritte und nachlassende Teilnahme die Präsenz der Kirche in vielen Regionen geschwächt. Dennoch passen sich Bistümer wie Osnabrück an die neue Realität an und versuchen, die Verbindung zu den Gemeinden aufrechtzuerhalten – auch wenn die Zahl der Gläubigen weiter sinkt.