05 May 2026, 12:33

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen eines Kampfsportstudios

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einer Stange, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen eines Kampfsportstudios

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Halle, um gegen ein Kampfsportstudio zu protestieren, das mit rechtsextremen Kreisen in Verbindung gebracht wird. Die Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, die Kritiker als Rekrutierungsstätte für rechtsextreme Netzwerke bezeichnen. Organisiert wurde die Demonstration von der Initiative Daumen runter, die vor allem junge Teilnehmer mobilisieren konnte.

Der Protest begann vor Halles Hauptbahnhof und zog anschließend in Richtung des kommunalen Kulturzentrums in Teutschenthal weiter. In dieser Einrichtung hatte kürzlich die Premiere der Gladiator Fight Series stattgefunden – eine Veranstaltung, die von einem rechtsextrem geprägten Publikum besucht worden war. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ und forderten die sofortige Schließung des Studios.

Die Gladiator Fight Academy steht bereits länger wegen ihrer Verbindungen zu extremistischen Akteuren in der Kritik. Zu ihrem Kernteam gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, einer Gruppe mit rechtsextremen Bezügen. Ein weiterer Schlüsselfigur ist Christopher Henze, dem Kontakte zur Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden. Auch Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Jugendtrainer im Studio, tritt bei den dortigen Kampfsportveranstaltungen an.

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Die Proteste erfolgen vor dem Hintergrund steigender politischer Spannungen in Sachsen-Anhalt. Bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die rechtspopulistische AfD im Land 37,3 Prozent der Stimmen, aktuelle Umfragen deuten sogar auf noch stärkere Zustimmungswerte vor der anstehenden Landtagswahl hin.

Die Demonstration unterstreicht die wachsende Sorge über die Unterwanderung lokaler Sport- und Kulturstätten durch rechtsextreme Strukturen. Die Behörden haben auf die Forderung nach Schließung des Studios bisher nicht reagiert. Die Gladiator Fight Academy bleibt derweil in Betrieb – die nächste Veranstaltung ist für die kommenden Wochen geplant.

Quelle