Hubertz plant staatliches Wohnungsbauunternehmen gegen Wohnungsmangel in Deutschland
Ekkehard ScheelHubertz plant staatliches Wohnungsbauunternehmen gegen Wohnungsmangel in Deutschland
Bundesbauministerin Verena Hubertz hat Pläne für die Gründung eines neuen staatlichen Wohnungsbauunternehmens in Deutschland angekündigt. Mit diesem Schritt soll der Wohnungsmangel im Land durch eine Beschleunigung des Wohnungsbaus bekämpft werden. In einem aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung bezeichnete Hubertz den Vorschlag als möglichen "Game-Changer".
Die Idee einer bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft gewinnt innerhalb der SPD an Unterstützung. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hatte zuvor groß angelegte öffentliche Wohnungsbauprojekte gefordert und die Schaffung eines staatlichen Entwicklers vorgeschlagen. Hubertz betont nun, dass eine solche Institution unerlässlich sei, um bundesweit Wohnraum zu schaffen – und nicht nur für Bundesbedienstete, die bisher von der bestehenden Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) versorgt werden.
Sie unterstrich, dass die SPD schnell handeln müsse, um den Vorwurf zu entkräften, Reformen zu blockieren. Aus ihrer Sicht muss die Partei ihr Versprechen, sozialen Aufstieg zu ermöglichen, neu beleben – etwa indem harte Arbeit den Weg ins Wohneigentum ebnet. Hubertz räumte ein, dass für die Gründung der neuen Gesellschaft Verfassungsänderungen notwendig wären.
Die Diskussionen über den Vorschlag sollen im Laufe des Sommers fortgesetzt werden. Die Ministerin deutete zudem weitere Reformen über den Wohnungsbau hinaus an, ohne jedoch konkrete Details zu nennen.
Die geplante bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft würde eine deutliche Wende in der deutschen Baupolitik markieren. Falls der Plan umgesetzt wird, könnte er den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum im ganzen Land erweitern. Ob das Vorhaben vorankommt, hängt von Verfassungsänderungen und weiteren Verhandlungen ab.






