15 April 2026, 20:29

Hitzige Bundestagsdebatte: Wie lässt sich die wachsende Gewalt an Schulen stoppen?

Plakat für die deutsche Revolution 1910 mit einer Gruppe von Menschen und einer Krone, das Text über das Ereignis enthält.

Hitzige Bundestagsdebatte: Wie lässt sich die wachsende Gewalt an Schulen stoppen?

Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen entbrannt. Auslöser war die Einbringung zweier Anträge durch die AfD, in denen Messerangriffe, Drohungen und religiösen Zwang thematisiert wurden. Während Abgeordnete anderer Parteien das Problem anerkannten, gab es erhebliche Meinungsverschiedenheiten über Ursachen und Lösungsansätze.

In ihren Anträgen forderte die AfD eine strengere Überwachung von Schulgewalt sowie gezielte Maßnahmen gegen religiös motiviertes Mobbing. Die stellvertretende Vorsitzende Beatrix von Storch brachte das Problem direkt mit Migration in Verbindung und warf der Regierung vor, diesen Zusammenhang zu ignorieren. Sie kritisierte Saskia Esken, die SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses, weil diese die Schwere der Vorfälle angeblich verharmlose.

Esken wies die Vorwürfe der AfD zurück und betonte, Migration sei nicht die Hauptursache. Stattdessen verwies sie auf mangelnde Konfliktlösungskompetenz bei Schülerinnen und Schülern als zentralen Faktor. Sie bestätigte zwar, dass Gewalt und Mobbing zugenommen hätten – fast jeder fünfte Schüler sei mittlerweile von Cybermobbing betroffen –, doch auch Polizeistatistiken zeigten einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern.

Vertreter von Union, Grünen und Linken stimmten darin überein, dass Schulgewalt ein wachsendes Problem darstelle. Gleichzeitig warfen sie der AfD vor, eine komplexe Thematik zu vereinfachen. Die Anträge wurden schließlich zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Die Debatte offenbarten tiefe Gräben bei der Frage, wie Schulgewalt wirksam bekämpft werden kann. Während die AfD migrationspolitische Maßnahmen forderte, setzten sich die anderen Parteien für umfassende Bildungsreformen ein. Die Anträge werden nun geprüft – wie es weitergeht, bleibt vorerst ungewiss.

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