Historisches Hotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 20 Jahren Leerstand
Mia StollHistorisches Hotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 20 Jahren Leerstand
Ein historisches Hotel in Cotignac, Frankreich, hat nach über zwei Jahrzehnten des Leerstands wieder seine Türen geöffnet. Das Anwesen, einst von Huguette Caren geführt, erlangte erstmals 1972 Bekanntheit, als sie ein Haus neben einem Nonnenkloster in ein lebendiges Hotel und Restaurant verwandelte. Doch die Geschichte begann viel früher – mit einer schlichten Kriegsgeste, die Huguettes Leben für die kommenden Jahre prägen sollte.
Alles begann 1944, als die zehnjährige Huguette während der Feierlichkeiten zum Befreiungstag von Cotignac von einem amerikanischen Soldaten einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später eröffnete sie in Palm Springs ein Restaurant, wo sie zufällig denselben Soldaten wieder traf.
1972 kaufte Huguette ein Haus neben dem Nonnenkloster in ihrer Heimatstadt und machte daraus ein pulsierendes Hotel und Restaurant. Der Ort, später Lou Calen genannt, zog ein buntes Publikum an – von Einheimischen bis zu Stars wie David Bowie und Pink Floyd. Doch als das Hotel 1999 schloss, stand das Gebäude über 20 Jahre lang leer.
Huguette blieb Lou Calen eng verbunden und veröffentlichte sogar ein Kochbuch mit dem Titel Huguette Carens Kochbuch: Traditionelle provenzalische Küche. Die Wiederbelebung des Anwesens begann 2015, als der kanadische Unternehmer Graham Porter es erwarb. Er restaurierte das Gebäude und ergänzte es um ein Kunstzentrum, eine Bar, ein Restaurant und Gästezimmer. Heute zieht Lou Calen ein internationales Publikum an, wobei Amerikaner die größte Besuchergruppe stellen.
Die Wiedereröffnung des Hotels hat Cotignac neuen Schwung verliehen und verbindet die reiche Geschichte des Ortes mit modernem Charme. Huguettes Vermächtnis lebt weiter – durch ihr Kochbuch und die Geschichten, die mit diesem Ort verbunden sind. Unter neuer Führung heißt Lou Calen weiterhin Gäste aus aller Welt willkommen.






