07 April 2026, 15:05

Halles junge Aktivisten schaffen Gedenktafel für 155 jüdische Sobibor-Opfer

Tafel aus dunklem Material mit der Inschrift "Gedenktafel für die Opfer des Holocaust" in fetter Schrift, umgeben von einem dekorativen Rahmen, an einer Gebäudewand angebracht.

Halles junge Aktivisten schaffen Gedenktafel für 155 jüdische Sobibor-Opfer

In Halle wird eine Gedenktafel für 155 jüdische Opfer aus der Stadt am ehemaligen Vernichtungslager Sobibor angebracht. Junge Aktivistinnen und Aktivisten aus Halle haben durch Altmetallsammlungen und Spenden die Mittel für das Projekt aufgebracht. Die Initiative ist Teil des Tagebuchs der Gefühle, eines Programms, das sich mit der Geschichte des Holocaust und den jüdischen Familien aus Halle auseinandersetzt.

Die Gedenktafel erinnert an 155 Männer, Frauen und Kinder, die aus Halle nach Sobibor deportiert und dort ermordet wurden. Ihr Design, das in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Comic-Künstler Nils Oskamp entstand, zeigt zwei Hände, die zueinander greifen und sich halten – ein Symbol für gestohlene Zukunft und unzerbrochene familiäre Bindungen.

Die Steintafel wird von einem ortsansässigen Steinmetz gefertigt. Neben der Spendenaktion haben die jungen Teilnehmenden im Tagebuch der Gefühle persönliche Reflexionen über das Leben der Opfer verfasst und so eine tiefere Verbindung zum Projekt aufgebaut.

Im Juni 2026 plant die Gruppe einen Bildungsbesuch in Sobibor. Dort werden sie die fertige Gedenktafel einweihen und sich näher mit der Geschichte des Ortes beschäftigen.

Sämtliche Einnahmen aus den Fundraising-Aktivitäten fließen in die Herstellung und Anbringung der Tafel. Das Projekt sorgt dafür, dass die Geschichten der Opfer in Sobibor sichtbar bleiben, und schafft zugleich eine dauerhafte Bildungsressource für kommende Generationen.

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