Grenzfahndung auf der A12: Polizisten finden Waffenarsenal und 12.000 Euro Bargeld
Lidia HartungGrenzfahndung auf der A12: Polizisten finden Waffenarsenal und 12.000 Euro Bargeld
Bundespolizisten haben bei routinemäßigen Grenzkontrollen auf der A12 einen Waffen- und Gefahrgutfund gemacht. Die vorübergehenden Kontrollen, die im vergangenen Oktober zur Bekämpfung irregulärer Migration wieder eingeführt wurden, sind nun bis mindestens Mitte September 2026 verlängert worden. Die Maßnahmen führen weiterhin zu Verzögerungen für tausende Pendler und Lkw-Fahrer, die täglich zwischen Deutschland und Polen unterwegs sind.
Bei einer solchen Kontrolle stoppten Beamte ein Fahrzeug mit drei Insassen und entdeckten darin ein ganzes Arsenal verbotener Gegenstände. Der Fund hat Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Die Grenzkontrollen auf der A12 waren erstmals im Oktober 2023 als Teil der Bemühungen zur Reduzierung unerlaubter Einwanderung wieder aktiviert worden. Deutschland hat sie inzwischen bis Mitte September 2026 verlängert, während die polnischen Gegenkontrollen möglicherweise über Anfang April 2026 hinaus andauern. Von den Einschränkungen betroffen sind etwa 13.800 polnische Pendler, die täglich nach Brandenburg fahren, sowie weitere 4.100, die nach Berlin unterwegs sind. Zudem kommt es jährlich bei über 3,5 Millionen Lkw zu Behinderungen.
Bei einer kürzlichen Kontrolle hielten Bundespolizisten ein Fahrzeug mit drei Personen an. Im Inneren fanden sie ein Schwert, eine Machete, drei Messer, einen Schlagstock, eine Signalpistole, zwei Tiersprays sowie einen Schlagring. Zudem beschlagnahmten die Beamten 12.000 Euro in bar. Die Gegenstände wurden als Beweismittel sichergestellt, und gegen die drei Männer wird nun wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffenrecht ermittelt.
Einer der Männer, ein 21-Jähriger, der den Behörden bereits bekannt ist, steht besonders im Fokus der Ermittlungen. Der Fall unterstreicht die weitreichenden Auswirkungen der anhaltenden Grenzkontrollen, die weiterhin wegen ihrer Folgen für den grenzüberschreitenden Verkehr in der Kritik stehen.
Die verlängerten Kontrollen auf der A12 bleiben vorerst für mindestens zwei weitere Jahre bestehen und betreffen sowohl Pendler als auch den Güterverkehr. Gleichzeitig hat die Beschlagnahmung der Waffen bei einer Routinekontrolle zu einem Strafverfahren geführt. Weitere Details zur Untersuchung oder mögliche Anklagepunkte wurden von den Behörden bisher nicht bekannt gegeben.






