24 March 2026, 01:16

Bundesrat fordert höhere Apothekengebühren – Bayern drängt auf schnelle Reformen

Plakat mit der Aufschrift "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit einem Logo, das wahrscheinlich Informationen über die Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Regierung vermittelt.

Bundesrat fordert höhere Apothekengebühren – Bayern drängt auf schnelle Reformen

Die Debatte über die Finanzierung von Apotheken in Deutschland hat an Schärfe gewonnen, da die Länderregierungen höhere Gebühren und strengere Vorschriften fordern. Ende Januar bekräftigte der Bundesrat zentrale Forderungen, darunter eine Erhöhung der Festgebühr pro Rezept sowie schärfere Regeln für Filialapotheken. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) nimmt dabei eine führende Rolle ein und drängt auf dringende Bundereformen, um die in Bedrängnis geratenen Apotheken zu unterstützen.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Festgebühr für verschreibungspflichtige Medikamente, die derzeit bei 8,35 Euro liegt. Gerlach schlägt vor, diese auf 9,50 Euro anzuheben, und begründet dies damit, dass Apotheken mehr finanzielle Unterstützung benötigten, um ihre Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Zudem lehnt sie Pläne ab, nach denen Pharmazeutisch-technische Assistenten Apotheker ersetzen sollen, und betont die Notwendigkeit qualifizierter Fachkräfte in der Patientenversorgung.

Seit 2023 fordern die Länder eine Senkung des Apothekenabschlags – derzeit bei 4,0 % – um die steigenden Kosten auszugleichen. Die Bundesregierung hat zwar einer vorübergehenden Reduzierung auf 3,0 % ab Januar 2026 zugestimmt, weitere Verhandlungen sollen jedoch im Rahmen des Gesundheitsfonds folgen. Bundesländer wie Bayern pochen jedoch auf eine vollständige Abschaffung des Abschlags bis 2027.

Die jüngste Position des Bundesrats umfasst zudem die Streichung der gelockerten Regeln für die Eröffnung von Filialapotheken – ein Schritt, der die Erhaltung lokaler Apothekennetze sichern soll. Gerlach mahnt schnelles Handeln des Bundes an und unterstreicht die unverzichtbare Rolle der Apotheken in der Gesundheitsversorgung und Prävention.

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Die teilweise Senkung des Abschlags durch die Bundesregierung hat die Bedenken der Länder nicht vollständig ausgeräumt. Die Verhandlungen werden fortgesetzt, wobei Bayern und andere Länder auf höhere Gebühren und strengere Apothekenregulierungen bestehen. Die anstehenden Änderungen werden maßgeblich beeinflussen, wie Apotheken in den kommenden Jahren betrieben und finanziert werden.

Quelle