GKV droht 15,3-Milliarden-Defizit: Greiner fordert radikale Einsparungen bis 2025
Lidia HartungGKV droht 15,3-Milliarden-Defizit: Greiner fordert radikale Einsparungen bis 2025
Deutschlands gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht vor einem prognostizierten Fehlbetrag von 15,3 Milliarden Euro. Wolfgang Greiner, Vorsitzender der Finanzkommission, hat nun zu dringenden Einsparungen in Höhe von bis zu 17 Milliarden Euro aufgerufen, um steigende Belastungen für die Versicherten zu verhindern.
Laut dem jüngsten Bericht der Finanzkommission klafft in der GKV ein Defizit von 15,3 Milliarden Euro. Greiner warnte, dass die globale wirtschaftliche Instabilität diese Lücke noch weiter vergrößern könnte. Um Beitragserhöhungen zu vermeiden, forderte er Einsparungen zwischen 16 und 17 Milliarden Euro ein.
Die Kommission legte 66 Vorschläge vor, die den finanziellen Druck auf das System verringern sollen. Greiner betonte, dass der Erfolg davon abhängt, ob Gesundheitsministerin Nina Warken diese Maßnahmen umsetzt – und zwar ohne die Beiträge anzuheben. Sollten die Sätze dennoch steigen, würde er dies als unzureichend bewerten.
Warken plant nun, die Empfehlungen in ein einheitliches Reformpaket zu bündeln. Ziel ist es, das Defizit noch vor Beginn des nächsten Haushaltsjahres zu schließen. Die Vorschläge der Kommission bilden die Grundlage für Warkens Reformstrategie. Um die GKV ohne zusätzliche Kosten für die Versicherten zu stabilisieren, sind Einsparungen von 16 bis 17 Milliarden Euro nötig. Die nächsten Schritte der Ministerin werden zeigen, ob es gelingt, die finanzielle Lücke rechtzeitig zu schließen.






