Führungswechsel am THEAS-Theater: Neue künstlerische Leitung mit inklusivem Debüt
Ekkehard ScheelFührungswechsel am THEAS-Theater: Neue künstlerische Leitung mit inklusivem Debüt
Das THEAS-Theater in der Jakobstraße steht vor einem Führungswechsel. Nach zweieinhalb Jahren an der Spitze der Spielstätte wird Claudia Timpner am 1. August 2023 ihr Amt als künstlerische Leiterin niederlegen. Ihre Nachfolgerin wird Kornelia Eng-Huniar, eine langjährige Mitarbeiterin des Hauses, die ihr Debüt mit einer inklusiven Inszenierung geben wird.
Unter Timpners Leitung erlebte das THEAS eine stetige Entwicklung. Pro Jahr brachte das Theater etwa 60 bis 70 Vorstellungen auf die Bühne und zog damit rund 3.500 Zuschauer an. Zudem weitete es sein soziales Engagement aus, baute Angebote für Kinder und Jugendliche aus und setzte sich verstärkt für Inklusion ein.
Auch die Theaterwerkstatt florierte: Mit 20 Kursen und fast 300 Teilnehmenden aller Altersgruppen entwickelte sie sich zu einem lebendigen Ort der Begegnung. Timpners Abschied markiert zwar das Ende einer Ära, doch der Übergang wurde sorgfältig vorbereitet.
Kornelia Eng-Huniar, die seit 2011 zum THEAS-Team gehört, unterstützte Timpner in den vergangenen drei Jahren in leitenden Verwaltungsfunktionen. Die ausgebildete Opernsängerin, die zuvor auf europäischen Bühnen stand, widmete sich später vermehrt dem Theatermanagement. Ihre erste Produktion als Direktorin wird Bitte (Nicht) Einsteigen sein – eine Neuauflage speziell für sehbehinderte Zuschauer.
Besonders herausstechend ist die barrierearme Gestaltung: Ein Audiodeskriber wird nicht nur von der Seite kommentieren, sondern direkt in das Bühnengeschehen eingebunden sein. Eng-Huniars Berufung sichert Kontinuität und bringt zugleich frische Impulse ins THEAS. Das Theater bleibt seinem Anspruch an Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe treu. Mit ihrer ersten, bereits richtungsweisenden Inszenierung festigt die Spielstätte ihren Ruf als innovativer Kulturort.






