29 April 2026, 14:33

Extreme Unterschiede: Was Terrassen in Sachsen-Anhalt wirklich kosten

Außensitzbereich mit Tischen, Sonnenschirmen und Menschen vor einem gelben Gebäude mit der Aufschrift "Deutschen Stuben Restaurant" in Baden-Württemberg, Deutschland, unter einem blauen und weißen Himmel.

Extreme Unterschiede: Was Terrassen in Sachsen-Anhalt wirklich kosten

Gastronomie und Cafés in Sachsen-Anhalt zahlen stark unterschiedliche Gebühren für Außenbestuhlung

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Sachsen-Anhalt variieren die Kosten für die Nutzung von Außenterrassen in Restaurants und Cafés erheblichem Ausmaß. Während einige Städte überhaupt keine Gebühren erheben, verlangen andere Beträge im dreistelligen Bereich – in einem Fall sogar über 1.000 Euro. Eine aktuelle Umfrage unter 13 Kommunen zeigt die deutlichen Unterschiede bei den Terrassenpreisen für die Saison 2024 auf.

Fünf Städte – Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Lutherstadt Eisleben – verzichten komplett auf Gebühren für Außengastronomie. Andere halten die Kosten niedrig: Schönebeck und Zeitz berechnen lediglich 52 bzw. 56 Euro. Auch Dessau-Roßlau, Bernburg und Naumburg bleiben mit Gebühren zwischen 100 und 125 Euro erschwinglich.

Am oberen Ende der Skala liegt Magdeburg mit 184 Euro, was noch unter dem regionalen Durchschnitt von 251 Euro bleibt. Deutlich teurer wird es in Lutherstadt Wittenberg und Halle (Saale), wo 750 bzw. 700 Euro fällig werden. Die höchste Abgabe verlangt jedoch Wernigerode: Hier zahlen Betriebe für eine Standardterrasse mittlerweile 1.163 Euro. Dieser starke Anstieg geht auf eine Änderung der örtlichen Vorschriften im Jahr 2023 zurück, die einen Zusatzaufschlag für die Bewirtschaftung des zentralen Marktplatzes einführte.

Trotz der großen Unterschiede beträgt die durchschnittliche Gebühr für die Hauptsaison (Mai bis September) in den untersuchten Städten 328 Euro. Experten weisen darauf hin, dass ein Verzicht auf diese Einnahmen kaum Auswirkungen auf die Haushalte der Kommunen hätte, da die Erlöse aus Terrassengebühren in der Regel weniger als 0,05 Prozent der Gesamteinnahmen einer Stadt ausmachen.

Die Erhebung offenbart ein Flickwerk an Preismodellen, bei dem manche Betriebe gar nichts zahlen, während andere mit über 1.000 Euro belastet werden. Für viele Gastronomen bedeuten diese Kosten eine zusätzliche Belastung, auch wenn die finanziellen Auswirkungen auf die Kommunen gering bleiben. Die Ergebnisse könnten die Debatte über eine Vereinheitlichung der Terrassengebühren in der Region neu entfachen.

Quelle