30 March 2026, 20:31

Erstes persönliches Treffen für Post-Ost-Gemeinschaften stärkt Vernetzung in Deutschland

Ein detailliertes historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol, das eine Karte mit geografischen Merkmalen wie Flüssen, Bergen und Städten sowie begleitendem erklärendem Text zeigt.

Erstes persönliches Treffen für Post-Ost-Gemeinschaften stärkt Vernetzung in Deutschland

Dreitägiges Treffen für Post-Ost-Gemeinschaften in Deutschland

Anfang dieses Monats fand in Deutschland ein dreitägiges Treffen für Gemeinschaften aus den ehemaligen Ostblockstaaten statt. Die von BUNT vom 6. bis 8. August organisierte Veranstaltung brachte Migrantinnen und Migranten aus den früheren sozialistischen Ländern zusammen. Es handelte sich um das erste persönliche Zusammentreffen im Rahmen des neuen Projekts p(ost) berlin, das vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert wird.

Ziel der Konferenz war es, die Vernetzung von Menschen mit Wurzeln in Osteuropa zu stärken. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kannten sich trotz gemeinsamer kultureller Hintergründe bisher nur digital – persönliche Begegnungen gab es kaum. Neben dem Austausch wurden auch Wege diskutiert, wie sich kohäsive Gemeinschaften in Deutschland aufbauen lassen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

BUNT, die ausrichtende Organisation, bietet Sprach- und Integrationskurse speziell für Migrantinnen und Migranten an, mit einem Schwerpunkt auf Frauen, Kindern und Familien. Ihre Arbeit steht in engem Zusammenhang mit Initiativen wie dem Frauenpower Ukrainian Women Integration Association, der ukrainische Frauen bei der Eingliederung in die deutsche Gesellschaft unterstützt. Ein weiterer wichtiger Akteur ist Nash Berlin, das in Kooperation mit dem Mriya-Verein ukrainische Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende fördert.

Auch andere Organisationen brachten ihr Fachwissen ein: Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbands russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über die Stärkung von Gemeinschaftsbindungen. Der Kinder- und Jugendverband JunOst begleitet junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund, während die Deutsch-Kasachische Gesellschaft seit 1997 den kulturellen Austausch zwischen Kasachstan und Deutschland fördert.

Deutschland verfügt über ein dichtes Netz an Vereinen – insgesamt rund 750.000 –, die Migrantinnen und Migranten bei rechtlichen, finanziellen und sozialen Herausforderungen unterstützen. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu Zuwanderern aus den Ostblockstaaten vor, doch der Mikrozensus 2022 verzeichnete 23,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, darunter 11,6 Millionen Ausländerinnen und Ausländer sowie 12,2 Millionen (Spät-)Aussiedler.

Das p(ost) berlin-Treffen unterstrich die wachsenden Bemühungen, Post-Ost-Gemeinschaften in Deutschland enger zu vernetzen. Organisationen wie BUNT, Frauenpower und Nash Berlin leisten weiterhin praktische Hilfe – von Sprachkursen bis zur kulturellen Integration. Künftige Projekte im Rahmen der Initiative dürften diese Netzwerke weiter ausbauen.

Quelle