Eiermarkt in Deutschland 2025: Mehr Produktion, weniger Handel mit dem Ausland
Lidia HartungEiermarkt in Deutschland 2025: Mehr Produktion, weniger Handel mit dem Ausland
Deutschlands Eiermarkt erlebte 2025 tiefgreifende Veränderungen: Die Produktion stieg, während die Handelsvolumina zurückgingen. Das Land produzierte mehr Eier als je zuvor, doch sowohl Importe als auch Exporte sanken im Vergleich zu den Vorjahren. Neue Zahlen zeigen, wie sich die Bezugsquellen und Absatzmärkte für deutsche Eier wandeln.
Die heimische Eierproduktion in Deutschland kletterte 2025 auf 13,7 Milliarden Stück – ein Anstieg um 16,4 Prozent gegenüber 2015, als die Bauernhöfe noch 11,8 Milliarden Eier erzeugten. Trotz dieses Wachstums hat sich die Handelsbilanz für Eier im Laufe der Zeit verschlechtert.
Die Einfuhren gingen im letzten Jahrzehnt um 20,9 Prozent zurück: von 6,9 Milliarden Eiern im Jahr 2015 auf 5,4 Milliarden 2025. Allein zwischen 2024 und 2025 verringerten sie sich noch einmal um 3,8 Prozent. Die Niederlande blieben mit 68,7 Prozent (rund 3,7 Milliarden Eier) der mit Abstand wichtigste Lieferant. Polen folgte als zweitgrößter Bezugsmarkt mit einem Anteil von 15,9 Prozent (861 Millionen Eier), während Belgien 3,5 Prozent (190 Millionen Eier) beisteuerte.
Auch die Ausfuhren brachen deutlich ein. Während Deutschland 2015 noch 2,1 Milliarden Eier ins Ausland lieferte, sank diese Zahl bis 2025 um 40,1 Prozent auf 1,2 Milliarden.
Die Daten zeigen: Deutschland macht sich zunehmend unabhängiger von ausländischen Eiern und setzt stärker auf die eigene Produktion. Sowohl Importe als auch Exporte gehen kontinuierlich zurück – ein Trend, der die Rolle des Landes im europäischen Eierhandel neu definiert. Die Entwicklungen deuten auf eine größere Selbstversorgung bei der Eierproduktion hin.






