05 April 2026, 02:29

Drohungen gegen Halle-Club: Rammstein-Coverband spaltet die Szene

Ein Plakat, das eine gewaltsame Konfrontation zwischen Aufständischen und Miliz in New York City zeigt, mit Menschen auf dem Boden, die Waffen halten, Gebäuden im Hintergrund und Rauch, der aus ihnen aufsteigt, sowie dem Text "New York - Der Kampf zwischen Aufständischen und Miliz" unten.

Drohungen gegen Halle-Club: Rammstein-Coverband spaltet die Szene

Eine umstrittene E-Mail hat die Clubszene in Halle in Aufruhr versetzt, nachdem eine lokale Spielstätte wegen eines geplanten Konzerts Drohungen erhalten hat. In der Nachricht, die von einer Aktivistengruppe verschickt wurde, wird die Absage eines Auftritts einer Rammstein-Coverband im Tante Manfred für nächstes Jahr gefordert. Der Club wurde inzwischen aus einer lokalen Telegram-Gruppe ausgeschlossen, in der er bisher seine Veranstaltungen beworben hatte.

Die E-Mail stammt vom Aktionsbündnis Antifaschistische und Feministische Aktion Halle/Saale und richtet sich gegen ein für den 2. Mai 2026 geplantes Rammstein-Tribute-Konzert. Darin wird der Originalband und ihrem Frontmann Till Lindemann "sexualisierte Machtinszenierung" und "kalkulierter Tabubruch" vorgeworfen. Die Nachricht enthält zudem radikale Parolen wie "TÖTET TILL!" und warnt vor unbestimmten Konsequenzen, sollte die Veranstaltung stattfinden.

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Betreiber Matthias Golinski vom Tante Manfred weigert sich, das Konzert abzusagen. Er besteht darauf, dass der Auftritt wie geplant stattfinden wird – vorausgesetzt, die Band hält sich an die gesetzlichen Vorgaben. Als Begründung für seine Entscheidung führt Golinski die künstlerische Freiheit an, trotz der Drohungen.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass sich das Bündnis zuvor gegen ähnliche Veranstaltungen in Halle oder der umliegenden Region engagiert hat.

Der Streit hat bereits dazu geführt, dass Tante Manfred aus einer lokalen Telegram-Community für Eventwerbung ausgeschlossen wurde. Während der Club an seiner Haltung festhält, verschärfen die Forderungen der Aktivistengruppe die Spannungen. Das Konzert bleibt vorerst für den ursprünglichen Termin im Jahr 2026 angesetzt.

Quelle