17 April 2026, 14:35

Dramatischer Einbruch: Lehrlingszahlen in Bayerns Metallbranche stürzen ab

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern vor schwarzem Hintergrund.

Dramatischer Einbruch: Lehrlingszahlen in Bayerns Metallbranche stürzen ab

Lehrlingszahlen in Bayerns Metall- und Elektroindustrie brechen dramatisch ein

Im Jahr 2022 gingen die neuen Ausbildungsverträge in der bayerischen Metall- und Elektrobranche um fast 11 Prozent zurück – auf knapp 14.000. Arbeitgeber warnen nun vor einem weiteren Rückgang in diesem Jahr und machen dafür wirtschaftliche Schwierigkeiten und demografische Veränderungen verantwortlich, nicht aber mangelndes Engagement der Unternehmen.

Besonders stark betroffen ist die Metall- und Elektroindustrie in Bayern. Obwohl dort große Konzerne wie Siemens, BMW, Audi und Airbus ansässig sind, verzeichnete der Sektor einen deutlich stärkeren Einbruch als andere Handwerks- und Industriezweige. Bayernweit sank die Zahl der neuen Ausbildungsverträge bis September 2022 lediglich um 1,1 Prozent auf rund 85.000.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Bayme und vbm, wies Vorwürfe zurück, Unternehmen würden sich bei der Ausbildung zurückhalten. Stattdessen nannte er die schwache Konjunktur und den demografischen Wandel als Hauptgründe. Fast die Hälfte der befragten Betriebe erhielt zu wenige Bewerbungen, bei weiteren 49,4 Prozent fehlten den Bewerbern die notwendigen Qualifikationen.

Die Aussichten bleiben düster: Bayme und vbm prognostizieren für das laufende Jahr einen Rückgang der Ausbildungsverträge um acht Prozent. Brossardt forderte die Bundesregierung auf, die Belastungen für Unternehmen zu verringern und geplante Reformen schneller umzusetzen, um die Situation zu entlasten.

Angesichts sinkender Lehrlingszahlen und anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen verschärft sich der Fachkräftemangel in der Metall- und Elektroindustrie zunehmend. Da immer weniger qualifizierte Bewerber zur Verfügung stehen, könnte es für Unternehmen in den kommenden Jahren schwieriger werden, Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Arbeitgeber drängen die Politik zum Handeln, bevor sich die Lage weiter zuspitzt.

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