30 April 2026, 10:31

Deutschland will Krypto-Steuern verschärfen – Milliarden für den Staat geplant

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum und Litecoin.

Deutschland will Krypto-Steuern verschärfen – Milliarden für den Staat geplant

Deutschland plant weitreichende Änderungen bei der Besteuerung von Kryptowährungen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil strebt an, durch strengere Regeln und schärfere Kontrollen bis 2027 zusätzliche 2 Milliarden Euro einzunehmen. Bisher bleiben Gewinne steuerfrei, wenn Anleger Krypto-Assets länger als ein Jahr halten – doch das könnte bald der Vergangenheit angehören.

Nach der aktuellen Regelung unterliegen Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen innerhalb eines Jahres der Einkommensteuer, sofern sie 1.000 Euro übersteigen. Erträge aus Assets, die mindestens zwölf Monate gehalten werden, bleiben jedoch steuerbefreit. Klingbeils Vorschlag sieht vor, diese Ausnahme abzuschaffen und Krypto-Gewinne wie andere Wertpapiere mit einer pauschalen Kapitalertragsteuer von 25 Prozent zu belasten – zuzüglich weiterer Abgaben.

Zudem erschwert eine neue EU-Richtlinie die Verschleierung von Krypto-Gewinnen. Dienstleister sind nun verpflichtet, Transaktionsdaten, Vermögenswerte und Nutzerinformationen an die Finanzbehörden zu melden. Diese erhöhte Transparenz unterstützt Klingbeils Vorhaben, strengere Prüfungen und härtere Strafen für Steuerhinterzieher durchzusetzen.

Das Finanzministerium hat die genauen Reformen noch nicht konkretisiert und spricht in Haushaltsunterlagen lediglich von einer "Anpassung der Besteuerung von Kryptowährungen". Änderungen müssten zunächst in einem formalen Gesetzesentwurf festgehalten werden, bevor sie im Bundestag und Bundesrat beraten werden. Unklar ist auch, ob bestehende Anleger den neuen Regeln unterliegen oder Übergangsfristen erhalten.

Klingbeils Fokus geht über Kryptowährungen hinaus und zielt auf die allgemeine Bekämpfung von Finanzkriminalität ab. Sein Plan kombiniert eine strengere Überwachung von kurzfristigen Krypto-Transaktionen mit weiteren Maßnahmen zur Schließung von Steuerlücken.

Die vorgeschlagenen Reformen könnten die Staatseinnahmen deutlich erhöhen, indem steuerfreie Haltedauern abgeschafft werden. Schärfere Meldepflichten und Kontrollen würden zudem die Möglichkeiten zur Steuerhinterziehung weiter einschränken. Die endgültigen Entscheidungen hängen von der gesetzgeberischen Zustimmung und den Details des anstehenden Gesetzesentwurfs ab.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle