Dekarbonisierung scheitert ohne 53 Gigawatt Wasserstoff-Kraftwerke – Studie warnt vor Milliardenrisiko
Mia StollDekarbonisierung scheitert ohne 53 Gigawatt Wasserstoff-Kraftwerke – Studie warnt vor Milliardenrisiko
Dekarbonisierung des deutschen Energiesystems ist machbar – aber nur mit massiven Investitionen in flexible Kapazitäten
Eine neue Studie hebt wasserstofffähige Gaskraftwerke als zentrale Lösung hervor. Diese Anlagen könnten zunächst mit Erdgas betrieben werden, bevor sie später vollständig auf Wasserstoff umstellen.
Forschende betonen, dass mindestens 53 Gigawatt (GW) an wasserstofffähiger Gaskapazität erforderlich sind. Doch die aktuelle Strategie der Bundesregierung sieht nur 12 GW vor – weit unter dem notwendigen Niveau. Bleibt diese Lücke bestehen, drohen höhere Kosten oder sogar Risiken für die Versorgungssicherheit.
Laut der Studie erhöhen wasserstofffähige Kraftwerke die Flexibilität des Systems. Dadurch verringert sich der Bedarf an zusätzlichen Batteriespeichern und neuen Wind- oder Solarparks. Ein hoher CO₂-Preis könnte den Wandel zudem beschleunigen, indem er fossile Brennstoffe unattraktiver macht und Investitionen in wasserstofftaugliche Infrastruktur fördert.
Die Autor:innen schätzen die Gesamtkosten für die Transformation des Energiesystems bis 2050 auf mindestens 324 Milliarden Euro. Ohne flexible Lösungen wie wasserstofffähige Kraftwerke könnte die Erreichung der Klimaziele schwieriger und teurer werden.
Der Bericht macht deutlich: Deutschland muss seine wasserstofffähige Gaskapazität deutlich ausbauen, um die Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Unterlässt es dies, drohen steigende Kosten oder Engpässe bei der Energieversorgung. Die Ergebnisse fordern eine stärkere politische Unterstützung und gezielte Investitionen, um die bestehende Lücke zu schließen.






