27 April 2026, 08:30

Bundeswehr-Kauf von Diesel-Tankcontainern für 902 Mio. Euro gestoppt – zu hohe Preise?

Schwarz-weiß-Illustration von übergebenen deutschen Militärfahrzeugen und Schiffen, darunter Panzer, Lastwagen und Kriegsschiffe, mit der Bildunterschrift "Vast German War Material Surrendered to Allies."

Bundeswehr-Kauf von Diesel-Tankcontainern für 902 Mio. Euro gestoppt – zu hohe Preise?

Deutsche Abgeordnete haben die Pläne des Verteidigungsministeriums zum Kauf von Dieselkraftstoff-Tankcontainern vorerst gestoppt, nachdem die Preise stark angestiegen sind. Die Entscheidung folgt auf Kritik an den Kosten der Behälter, die sich im Vergleich zu einem früheren Kauf fast verdoppelt haben. Das Projekt sollte ursprünglich die Litauen-Brigade und die allgemeine Truppenlogistik bis 2029 unterstützen.

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2021 hatte das Militär 153 ähnliche Container für 21,8 Millionen Euro erworben – rund 142.000 Euro pro Stück. Diesmal schlug das Ministerium vor, 902 Container für 262,67 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer zu kaufen, was den Preis auf etwa 291.000 Euro pro Einheit erhöhen würde. Der Rahmenvertrag könnte schließlich bis zu 4.200 Container umfassen, mit einem Gesamtbudget von rund 902 Millionen Euro.

Ein Mitglied des Haushaltsausschusses bezeichnete den Preisanstieg als "skandalös". Der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Andreas Mattfeldt, warnte vor einer "Rüstungsbeschaffungsinflation" und kritisierte das Fehlen von Wettbewerb im Vergabeverfahren. Gleichzeitig betonte er, wie wichtig es sei, finanzielle Spielräume für 2029 offenzuhalten, um künftige Engpässe zu vermeiden.

Die Container sollten bis 2029 geliefert werden und waren Teil einer umfassenderen Initiative zur Verbesserung der Logistik für deutsche Truppen im Ausland. Der Stopp spiegelt wachsende Bedenken über steigende Kosten bei Rüstungsaufträgen wider.

Die Aussetzung der Beschaffung unterstreicht die Spannungen rund um die Militärhaushalte angesichts steigender Preise. Falls der Kauf doch genehmigt wird, sollen die Container bis 2029 ausgeliefert werden. Die Abgeordneten prüfen jedoch nun die Vertragsbedingungen. Die Entscheidung könnte zu einer strengeren Kontrolle künftiger Rüstungsverträge führen.

Quelle