Braunschweig verwandelt Großer Hof in ein lebendiges Kreativquartier mit 60 Millionen Euro
H.-Dieter HuhnBraunschweig verwandelt Großer Hof in ein lebendiges Kreativquartier mit 60 Millionen Euro
Braunschweig plant Umwandlung des Großer Hof in ein neues urbanes Zentrum
Die Stadt Braunschweig bereitet die Umgestaltung des Großer-Hof-Geländes zu einem lebendigen Stadtquartier vor. Wie die Stadtverwaltung bekannt gab, soll das Gebiet offiziell als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden. Angesichts geschlossener Schulen und überdimensionierter Parkflächen, die das Bild prägen, stufen Beamte die Situation als dringend reformbedürftig ein.
Hintergrund des Projekts sind langjährige strukturelle Probleme im Viertel. Zwei Schulstandorte wurden aufgegeben, hinterließen Lücken im Stadtgefüge, während ausgedehnte Parkplätze wertvollen Raum blockieren. Stadtplaner sprechen von „klaren Mängeln“ in der aktuellen Aufteilung – und sehen darin die Chance, das Quartier neu zu denken.
Die Finanzierung setzt sich aus mehreren Quellen zusammen: Die Stadt stellt 7,9 Millionen Euro bereit und beantragt zusätzliche Mittel über das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Den Rest des rund 60 Millionen Euro umfassenden Budgets decken Landes- und Bundesfördergelder für Stadtentwicklung.
Als Grundlage dient ein preisgekröntes Konzept aus einem Wettbewerb von 2024. Geplant ist ein autoreduziertes „Kreativquartier“ mit Wohnraum, Ateliers für Künstler:innen und kulturellen Einrichtungen. Ergänzt wird das Angebot durch soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familien- und Nachbarschaftszentrum. Die Lage am Rande der Innenstadt erhöht den Handlungsdruck.
Bei Genehmigung könnte das Vorhaben das gesamte Viertel Großer Hof prägen. Die Stadtverwaltung betrachtet es als entscheidenden Schritt zur Modernisierung des Gebiets – und zur Behebung aktueller Defizite.
Ziel der Neugestaltung ist ein lebendiges, gemischt genutztes Quartier: An die Stelle brachliegender Parkplätze und leerstehender Schulgebäude treten Wohnhäuser, kreative Arbeitsräume und soziale Einrichtungen. Die Stadt erhofft sich davon neue Impulse für das Viertel – und langfristig gesicherte Finanzierung für weiteres Wachstum.






