03 May 2026, 00:36

Brantner attackiert Merz: "Deutschland braucht klare Strategien statt Zögerlichkeit"

Plakat für die Berliner Secession 1913, das eine Frau und einen Hund mit Text zeigt

Brantner attackiert Merz: "Deutschland braucht klare Strategien statt Zögerlichkeit"

Franziska Brantner, Vorsitzende der deutschen Grünen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen Umgang mit der aktuellen Krise scharf kritisiert. Sie warf der Regierung vor, in einer Zeit, in der entschlossenes Handeln gefragt sei, Zögerlichkeit und Unentschlossenheit an den Tag zu legen. In ihren Äußerungen ging es zudem um den geplanten Abzug US-amerikanischer Truppen aus Deutschland und die Risiken, die mit der Abhängigkeit von Präsident Donald Trump in Sicherheitsfragen verbunden sind.

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Brantners Kritik richtete sich vor allem gegen die Reaktion des Kanzlers auf die anhaltende Krise. Merz habe es versäumt, eine klare Strategie vorzulegen, sodass Deutschland ohne Orientierung dastehe, so die Politikerin. Stattdessen forderte sie, der Bundesrepublik müsse es um eine engere Zusammenarbeit innerhalb Europas gehen.

Die Grünen-Chefin verurteilte auch den teilweisen Rückzug der US-Streitkräfte aus Deutschland. Die Abhängigkeit von Trump in Fragen der Verteidigung und Außenpolitik berge erhebliche Gefahren, warnte sie. Aus ihrer Sicht müsse Deutschland seine Abhängigkeit von den USA verringern und eine eigenständigere Position einnehmen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plädierte Brantner für einen entschlossenen Vorstoß beim Aufbau eines gemeinsamen europäischen Verteidigungssystems. Eine intensivere Kooperation der EU-Staaten würde ihrer Meinung nach mehr Stabilität und Sicherheit schaffen. Ihre Vorschläge setzten auf Eigenverantwortung und gemeinsames Handeln statt auf das Warten auf externe Unterstützung.

Brantners Aussagen unterstreichen die wachsenden Bedenken gegenüber der aktuellen deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Sie setzt sich für eine stärkere europäische Integration und eine geringere Abhängigkeit von den USA ein. Die Debatte über Truppenabzüge und die transatlantischen Beziehungen wird voraussichtlich weiter an Fahrt aufnehmen, während der politische Druck steigt.

Quelle