26 March 2026, 10:29

Brandenburgs Bildungsminister offen für Abschaffung der Lehrer-Verbeamtung

Gemälde mit dem Titel 'Die Lehrerklasse' von William Hogarth, das einen Mann in einem Klassenzimmer mit Kindern auf Bänken und Stehplätzen zeigt, mit einer Schultafel, einem Rahmenfoto, einem Fenster, einem Vorhang und einer Decke.

Brandenburgs Bildungsminister offen für Abschaffung der Lehrer-Verbeamtung

Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann hat sich offen für den Vorschlag Sachsens gezeigt, die Verbeamtung von Lehrkräften abzuschaffen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der finanzielle Belastungen und steigende Pensionskosten in den Bundesländern eine neue Debatte auslösen. Noch diese Woche steht ein entscheidendes Treffen zu dem Thema an.

Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens hatte die Idee, die Verbeamtung von Lehrern zu streichen, erstmals ins Spiel gebracht und dabei auf die wachsende finanzielle Belastung verwiesen. Er argumentierte, dass die Pensionsansprüche verbeamterter Lehrkräfte die Haushalte der Länder übermäßig belasteten. Der Vorschlag wird nun am Donnerstag auf der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) beraten.

In Brandenburg arbeiten bereits jetzt viele Lehrkräfte ohne Beamtenstatus. Im Schuljahr 2025/2026 waren 31,1 Prozent der Lehrer an staatlichen Schulen in regulären Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Darunter befanden sich 19,7 Prozent Quereinsteiger – Fachkräfte, die aus anderen Berufen in den Lehrberuf gewechselt sind. Diese Seiteneinsteiger werden seit Langem in Angestelltenverhältnissen und nicht als Beamte beschäftigt.

Hoffmann betonte, dass mögliche Änderungen bundesweit einheitlich umgesetzt werden müssten. Er warnte davor, dass ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen in den Ländern zu ungerechten Bedingungen führen könnte. Seine Haltung stützt sich auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2007, das bestätigte, dass die Beschäftigung von Lehrkräften in Angestelltenverhältnissen rechtlich zulässig ist.

Berlin, das die Verbeamtung von Lehrern 2023 nach fast 20 Jahren ohne diese Regelung wieder einführte, plant keine erneute Überprüfung der Praxis. Die ostdeutschen Bundesländer hingegen kommen seit Jahren mit eingeschränktem oder ganz ohne Beamtenstatus für Lehrkräfte aus.

Auf der anstehenden Konferenz wird entschieden, ob der sächsische Vorschlag weiterverfolgt wird. Sollte die Reform umgesetzt werden, könnte dies die Beschäftigungsbedingungen für Lehrkräfte in ganz Deutschland verändern. Brandenburg und andere Länder werden die Entwicklungen zunächst genau beobachten, bevor sie selbst aktiv werden.

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