18 April 2026, 20:30

Brandenburger EU-Abgeordneter kämpft gegen Kürzungen bei Regionalfördermitteln

Alte 19. Jahrhundert-Karte von Europa, die politische Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Brandenburger EU-Abgeordneter kämpft gegen Kürzungen bei Regionalfördermitteln

Martin Günther, ein 43-jähriger Volkswirt aus Brandenburg, sitzt seit über einem halben Jahr als Abgeordneter im Europäischen Parlament. Er folgte Carola Rackete nach, die im September 2023 ihr Mandat niederlegte. Als Mitglied der Linken setzt sich Günther dafür ein, wirtschaftliches Wachstum und Umweltschutz in der EU-Politik in Einklang zu bringen.

Günther ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Er wirft der Europäischen Kommission vor, künstliche Gegensätze zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Klimaschutz aufzubauen. Besonders kritisch sieht er den mehrjährigen Finanzrahmen der EU, in dem er Kürzungen bei den Regionalfördermitteln ablehnt.

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Sein Heimatland Brandenburg erhält derzeit jährlich rund 350 Millionen Euro aus EU-Töpfen. Durch geplante Umverteilungsmaßnahmen könnte dieser Betrag um mindestens die Hälfte sinken. Günther warnt, dass solche Kürzungen Regionen treffen würden, die ohnehin bereits mit wirtschaftlichen Herausforderungen kämpfen.

Für ihn ist die europäische Integration ein linkes Projekt, das stärker von progressiven Parteien vorangetrieben werden müsse. Sein politisches Anliegen ist ein Wirtschaftswandel, der sowohl sozial gerecht als auch klimafreundlich gestaltet wird. Die Hauptverantwortung für den Ausstoß von Treibhausgasen trägt seiner Ansicht nach die Großindustrie und die industrialisierten Nationen. Klimapolitik sei für Günther nicht nur eine ökologische, sondern die zentrale soziale Frage dieses Jahrhunderts.

Mit seiner Position im Europäischen Parlament steht Günther im Mittelpunkt der Debatten über Fördergelder und Klimapolitik. Sein Einsatz für einen gerechteren wirtschaftlichen Wandel fällt in eine Zeit, in der Brandenburg Millionen an EU-Hilfen zu verlieren droht. Die Ergebnisse dieser Diskussionen werden sowohl die regionale Entwicklung als auch die Umweltverpflichtungen der EU in den kommenden Jahren prägen.

Quelle