23 March 2026, 00:28

BMG hält Arzneimittel-Kostendämpfung 2026 fest – Beiträge bleiben stabil

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo mit der Aufschrift "19 Millionen Amerikaner sparen geschätzt 400 Dollar pro Jahr an Arzneimittelkosten".

BMG hält Arzneimittel-Kostendämpfung 2026 fest – Beiträge bleiben stabil

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat bestätigt, dass die zentralen Kostendämpfungsmaßnahmen für verschreibungspflichtige Arzneimittel auch im kommenden Jahr bestehen bleiben. Mit der Entscheidung soll verhindert werden, dass die Beiträge zur Krankenversicherung 2026 steigen. Ohne diese Regelungen könnten die Zusatzbeiträge auf bis zu 2,9 Prozent ansteigen.

Die bestehende Preisdeckelung sowie die verpflichtenden Herstellerrabatte für Medikamente, die von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet werden, bleiben damit in Kraft. Apotheken unterliegen derzeit einem festen Aufschlagssystem: 73 Cent zuzüglich eines prozentualen Zuschlags auf den Herstellerpreis. Zudem müssen sie den Krankenkassen einen Nachlass von 1,77 Euro gewähren, sodass sich ein effektiver Festaufschlag von 6,58 Euro pro Arzneimittel ergibt. Hersteller sind verpflichtet, den Versicherern Rabatte zu gewähren – bei Insolvenz des Herstellers haften die Apotheken gesetzlich für die ausstehenden Zahlungen.

Innerhalb des Systems gibt es jedoch Spielräume: Bei Kinderarzneimitteln und versorgungsrelevanten Medikamenten ist eine Erhöhung des Basispreises um bis zu 50 Prozent möglich. Auch die Preisbremse für Immunglobuline wurde gelockert. Zudem soll ein Inflationsausgleichsmechanismus die finanzielle Belastung der Pharmaunternehmen mindern – für 2025 sind Entlastungen in Höhe von 170 Millionen Euro vorgesehen, für 2026 werden etwa 79 Millionen Euro erwartet.

Ausnahmen sind für bestimmte Arzneimittel möglich. So können für Medikamente nach §130a Absatz 3a des Sozialgesetzbuchs (SGB V) oder für Therapien ohne therapeutische Alternativen neue Preise ausgehandelt werden. Unternehmen, die unter einer übermäßigen finanziellen Belastung leiden, können zudem von den gesetzlichen Rabattpflichten befreit werden.

Durch diese Maßnahmen konnten die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2024 bereits um 2,19 Milliarden Euro gesenkt werden. Das BMG betont, dass sie notwendig seien, um weitere Beitragserhöhungen zu vermeiden.

Die Fortführung dieser Politik sorgt dafür, dass die Krankenversicherungsbeiträge stabil bleiben. Pharmaunternehmen erhalten durch Inflationsanpassungen und Befreiungsmöglichkeiten teilweise Entlastung, doch das System hält strikt an Preisvorgaben und Rabattregelungen fest.

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