07 May 2026, 14:33

Bayerns Wasserstoff-Pläne scheitern: Millionenförderung bleibt ungenutzt liegen

Balkendiagramm, das den primären Energieverbrauch nach Brennstoffart von 1980 bis 2040 zeigt, unterteilt in vier Abschnitte mit prozentualer Aufschlüsselung.

Bayerns Wasserstoff-Pläne scheitern: Millionenförderung bleibt ungenutzt liegen

Bayerns Wasserstoff-Offensive stockt: Millionen an Fördergeldern bleiben ungenutzt

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Die Bemühungen Bayerns, die Wasserstofftechnologie voranzutreiben, sind auf Rückschläge gestoßen – große Summen an Landesmitteln wurden nicht abgerufen. Trotz ehrgeiziger Pläne bremsen schwache Nachfrage und geringe Inanspruchnahme die Fortschritte in zentralen Bereichen. Die Kluft zwischen bewilligten Geldern und tatsächlicher Auszahlung unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen der Branche.

Zwischen 2018 und 2025 stellte die bayerische Staatsregierung fast 61 Millionen Euro für den Aufbau von Wasserstofftankstellen bereit. Doch nur 16,3 Millionen Euro wurden ausgezahlt, weitere 9 Millionen Euro gaben die Empfänger später sogar zurück. Das Programm wurde inzwischen eingestellt – ein Zeichen für das besonders geringe Interesse in diesem Bereich.

Auch die zugesagten fast 120 Millionen Euro für den Bau von Elektrolyseuren in den Jahren 2024 und 2025 kamen kaum zum Einsatz: Bis zum Folgejahr waren lediglich 4,1 Millionen Euro geflossen, der Großteil des Budgets blieb unangetastet. Im Gegensatz dazu wurden von den 142 Millionen Euro für Energieforschung bis 2025 immerhin über die Hälfte abgerufen – ein uneinheitliches Bild bei den verschiedenen Vorhaben.

Auf Bundesebene treibt die Bundesregierung unterdessen den Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes voran. Dieses Projekt konzentriert sich vor allem auf industrielle Nutzer, da Experten die Wirtschaftlichkeit von Wasserstoff für Heizungen oder den Verkehr angesichts hoher Kosten anzweifeln.

Die zögerliche Nutzung der Wasserstoffförderung in Bayern offenbart eine Diskrepanz zwischen politischen Zielen und der Marktrealität. Während Subventionen für Tankstellen weitgehend ungenutzt bleiben und Elektrolyseur-Projekte unterfinanziert sind, stößt die Energiewende des Freistaats auf praktische Hürden. Das bundesweite Kernnetz bleibt der konkreteste Schritt – mit Fokus auf die Industrie statt auf breitere Anwendungen.

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