Bayern schafft Steuer-Mahnungen ab – jetzt sind Bürger selbst verantwortlich
Lidia HartungBayern schafft Steuer-Mahnungen ab – jetzt sind Bürger selbst verantwortlich
Das Bayerische Landesamt für Steuern hat Änderungen bei der Handhabung von Vorauszahlungen bekannt gegeben. Ab sofort erhalten Steuerzahler keine Mahnungen mehr vor Fristablauf. Mit dieser Maßnahme soll das Verfahren vereinfacht werden, da digitale Zahlungen immer weiter verbreitet sind.
Bisher verschickte die Behörde Erinnerungen, um Steuerpflichtige auf anstehende Zahlungstermine hinzuweisen. Diese Benachrichtigungen entfallen nun – künftig müssen die Betroffenen die Fristen selbst im Blick behalten. Die Entscheidung ist Teil eines größeren Trends hin zur Abkehr von papierbasierten Vorgängen.
Zudem werden Zahlscheine nicht mehr den offiziellen Schreiben beigefügt. Das Amt begründet dies mit der sinkenden Nutzung, da immer mehr Menschen auf Online-Banking umsteigen. Stattdessen werden Steuerzahler aufgefordert, sich für das SEPA-Lastschriftverfahren anzumelden. Dadurch werden Zahlungen automatisch und fristgerecht abgewickelt.
Ob andere deutsche Finanzämter ähnliche Änderungen planen, ist bisher nicht bekannt. Das bayerische Amt scheint das erste zu sein, das diese Regelung umsetzt.
Das neue System überträgt den Steuerzahlern mehr Eigenverantwortung für die Einhaltung der Fristen. Wer automatisierte Zahlungen bevorzugt, kann weiterhin das SEPA-Lastschriftmandat nutzen. Die Umstellung spiegelt die zunehmende Digitalisierung im öffentlichen Finanzmanagement wider.






