31 March 2026, 20:27

Apotheke verliert 400 Euro wegen Aut-idem-Kreuz auf Schmerzmittel-Rezept

Schwarz-weißer Werbeplakat für eine Apotheke in Rom, das einen Mann und eine Frau zeigt, die nebeneinander stehen, mit Text, der die Dienstleistungen beschreibt.

Apotheke verliert 400 Euro wegen Aut-idem-Kreuz auf Schmerzmittel-Rezept

Ein Apothekeninhaber in Deutschland hat fast 400 Euro verloren, nachdem eine Krankenkasse sich weigerte, die Mehrkosten für ein Schmerzmittel-Rezept zu übernehmen. Der Streit entstand, weil das Rezept mit einem Aut-idem-Kreuz versehen war – eine Markierung, die die Abgabe des exakten Markenmedikaments vorschreibt. Ohne diese Vorgabe hätte die Apotheke weniger finanzielle Probleme gehabt.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Herausforderungen, mit denen Apotheken bei Rückforderungen und Rezeptfehlern konfrontiert sind – eine zusätzliche Belastung im täglichen Betrieb. Ausgelöst wurde das Problem, als ein Patient unerwartet fast 380 Euro für das Schmerzmittel Palexia zahlen musste. Die Krankenkasse IKK classic lehnte die Kostenerstattung ab und berief sich dabei auf Verträge nach § 127 SGB V, den Rahmenvertrag gemäß § 129 SGB V und § 129a SGB V sowie regionale Arzneimittelversorgungsverträge. Da das Rezept das Aut-idem-Feld angekreuzt hatte, musste die Apotheke zwingend das originale Markenpräparat abgeben – was die übliche Abrechnungsregelung außer Kraft setzte.

Der Apotheker legte Widerspruch ein, doch dieser wurde abgelehnt. Der Deutsche Apothekerverband bestätigte, dass die Rückforderung aufgrund der Aut-idem-Pflicht und des fehlenden Rabattvertrags korrekt sei. Hätte der behandelnde Arzt das Aut-idem-Kreuz nicht gesetzt, wäre das Problem von vornherein vermeidbar gewesen.

Dieser Fall ist nicht die einzige finanzielle Belastung für die Apotheke, die rund 7.000 Einwohner versorgt und ein hohes Rezeptaufkommen bewältigt. Erst kürzlich führten zwei gefälschte Rezepte zu einem zusätzlichen Verlust von etwa 500 Euro. Angesichts der hohen Arbeitslast wird es immer schwieriger, jede Unregelmäßigkeit zu erkennen – das Unternehmen bleibt damit anfällig für weitere Rückforderungen und finanzielle Einbußen.

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Nun steht die Apotheke vor einer Rückforderungsforderung von knapp 400 Euro, ohne weitere Rechtsmittel nach der abgelehnten Beschwerde. Der Vorfall unterstreicht, wie Aut-idem-Markierungen und gefälschte Rezepte finanzielle Risiken für Apotheken bergen. Ohne Änderungen in der Rezeptpraxis oder bei den Richtlinien der Krankenkassen könnten ähnliche Fälle weiterhin kleine Betriebe in der Branche belasten.

Quelle