Affe Borja erobert die Straßen von Minsk – und die Herzen der Passanten
H.-Dieter HuhnAffe Borja erobert die Straßen von Minsk – und die Herzen der Passanten
Ein Affe namens Borja sorgte kürzlich für Aufsehen, als er gelassen in der Nähe der belebten Dserschinski-Allee in Minsk saß. Die ungewöhnliche Begegnung zog schnell die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich, nachdem ein Video des Tieres online aufgetaucht war. Bald stellte sich heraus, dass Borja kein herrenloser Streuner war, sondern ein geliebtes Haustier mit einer Vorliebe für Stadterkundungen.
Das Video von Borja wurde zunächst auf der öffentlichen Seite Minsk News geteilt. Zuvor war der Affe bereits in der Nähe der Metro-Station Gruschewka gesichtet worden – was die Frage aufwarf, wie er in ein so lebhaftes Viertel gelangt war. Eine Nachfrage der Redaktion Onliner brachte später die ganze Geschichte ans Licht.
Borja gehört Natalia, der Inhaberin des Familiencafés Semja. Er lebt seit über zwei Jahren bei ihr und begleitet sie oft zur Arbeit. Die Mitarbeiter des Cafés kennen ihn gut, und manchmal wird er für kurze Zeit ihrer Obhut anvertraut.
Natalia hält Borjas Leben bewusst privat und vermeidet es, mit ihm öffentliche Aufmerksamkeit zu suchen. Dennoch ist der Affe in der Nachbarschaft längst zu einer kleinen Berühmtheit geworden. Er liebt es, sich in der Sonne vor dem Café zu aalen, und hat eine enge Bindung zum Ort entwickelt. Sein ausgeprägter Orientierungssinn ermöglicht es ihm, sich auf dem Außengelände des Cafés zurechtzufinden – sogar Natalias Parkplatz erkennt er problemlos wieder.
Sein Auftauchen auf einer belebten Straße in Minsk überraschte zwar viele, doch seine Verbindung zum Café Semja erklärt seine Präsenz. Da Borja die Gegend bestens kennt und eng mit Natalia verbunden ist, wird er wohl auch künftig hin und wieder in der Stadt auftauchen. Vorerst bleibt er ein stiller, aber neugieriger Teil des Viertels.






