07 May 2026, 06:25

AfD-Spitzenmann Gottschalk fordert radikale Kurskorrektur bei Rente, EU und Energie

Plakat wirbt für Bergbahn, Deutschland als Elektrostadt mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

AfD-Spitzenmann Gottschalk fordert radikale Kurskorrektur bei Rente, EU und Energie

Hans-Christoph Gottschalk, ein führender Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD), hat weitreichende Änderungen an der Parteiprogrammatik gefordert. Seine Vorschläge betreffen die Rentenpolitik, die Energieversorgung und die EU – darunter eine Abkehr vom umstrittenen „Dexit“-Plan. Gottschalk berichtete zudem von seinen eigenen Erfahrungen mit grüner Technologie im Privathaushalt und plädierte für praktische Lösungen statt staatlicher Subventionen.

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Gottschalk hinterfragte zentrale Punkte des aktuellen AfD-Programms, beginnend mit der „Dexit“-Forderung. Er behauptet, die Mehrheit der Parteimitglieder stehe einem EU-Austritt Deutschlands mittlerweile skeptisch gegenüber, was eine Überarbeitung der Position notwendig mache. In der Agrarpolitik sprach er sich dafür aus, Landwirte ohne Subventionen wirtschaften zu lassen, und forderte ein Ende der EU-Zahlungen.

Bei der Rente schlug er ein Modell aus privater Vorsorge und staatlich gestützten Fonds vor. Eine Idee sieht vor, einen Teil des Kindergeldes in einen kapitalmarktbasierten Fonds fließen zu lassen, um so spätere Rentenansprüche aufzubauen. Zudem regte er an, Einnahmen aus der Pkw-Maut zur Finanzierung des Rentensystems zu nutzen. Gleichzeitig räumte er ein, dass nicht alle Arbeitnehmer – insbesondere Handwerker – über das 65. Lebensjahr hinaus im Beruf bleiben könnten.

Gottschalks persönliche Entscheidungen spiegeln seine Haltung in der Energiepolitik wider: Er nutzt seit einem Jahr eine Wärmepumpe, seit vier Jahren eine Photovoltaikanlage und fährt ein in Deutschland produziertes Elektroauto. Wärmepumpen bezeichnete er als die kostengünstigste Heizlösung und wies Vorbehalte zurück, sie funktionierten nur mit Fußbodenheizungen.

Trotz der üblichen Kritik seiner Partei an der großen Koalition lobte er einzelne steuerpolitische Maßnahmen – darunter die Senkung der Unternehmenssteuern und Energieabgaben sowie die Erhöhung der Pendlerpauschale.

Gottschalks Vorschläge deuten auf einen möglichen Kurswechsel der AfD hin, insbesondere in der EU- und Rentenpolitik. Seine Unterstützung für grüne Technologien und marktwirtschaftliche Lösungen steht dabei im Kontrast zu einigen traditionellen Positionen der Partei. Die Ideen könnten innerhalb der AfD eine Debatte über die künftige programmatische Ausrichtung auslösen.

Quelle