AfD in Harburg zerbricht an Skandalen: Nur noch drei Sitze übrig
Die AfD ist im Bezirksparlament Harburgs von ursprünglich sieben auf nur noch drei Sitze geschrumpft. Seit der Wahl 2020 überschatten interne Konflikte und Skandale die Arbeit der Partei. Jetzt verschärfen neue Vorwürfe wegen Gewalt und finanzieller Unregelmäßigkeiten die Krise weiter.
2020 zog die AfD mit sieben Sitzen in die Harburger Bezirksversammlung ein. Doch bald entbrannten interne Machtkämpfe. Im vergangenen Jahr verließ Adrian Leuser die Fraktion und floh später sogar aus der Stadt, nachdem er zu Hause Bedrohungen erhalten hatte. Sein Austritt folgte auf eine Beschwerde gegen einen Parteikollegen wegen rassistischer Äußerungen und Einschüchterungsversuchen.
Andreas Ehlers, ein weiteres ehemaliges AfD-Mitglied, wirft dem Fraktionsvorsitzenden Helge Ritscher nun körperliche Angriffe vor. Zudem behauptet er, die Partei verfüge über ein sechsstelliges Guthaben auf ihrem Konto – ohne nachvollziehbare Belege. Sein Austritt zusammen mit Harald Feineis reduzierte die AfD-Fraktion auf nur noch drei Abgeordnete.
Kritiker werfen der Partei vor, mit ihrem Verhalten die lokale Politik zu blockieren. Simon Dhemija von der Linken sagt, die AfD wolle gezielt Skandale provozieren und Entscheidungsprozesse ausbremsen. Der CDU-Politiker Rainer Bliefernicht zweifelt daran, dass die Austritte für Ruhe sorgen werden – die Folgen der Zerwürfnisse könnten noch lange nachwirken.
Die AfD-Fraktion in Harburg zählt nun nur noch drei Mitglieder. Vorwürfe wegen Gewalt, intransparenter Finanzgeschäfte und anhaltender Streitigkeiten prägen weiterhin ihre Amtszeit. Von einer Beruhigung der Lage ist nichts zu spüren – die Arbeit der Bezirksversammlung bleibt dadurch in der Schwebe.






