Zwei Feuerwehren in Niedersachsen fusionieren wegen akutem Personalmangel
H.-Dieter HuhnZwei Feuerwehren in Niedersachsen fusionieren wegen akutem Personalmangel
Zwei Freiwillige Feuerwehren in Niedersachsen werden bis 2027 zu einer Einheit zusammengelegt. Der Rat der Samtgemeinde Grasleben hat den Plan gebilligt, die Wehren aus Rennau und Rottorf zur neuen Freiwilligen Feuerwehr Hasenwinkel zusammenzuführen. Als Hauptgrund für die Entscheidung nannten die Verantwortlichen Personalmangel.
Die Fusion erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Zahlen bei den ehrenamtlichen Kräften in beiden Standorten. Rennau zählte nur noch zehn aktive Mitglieder, Rottorf 17 – beide deutlich unter der gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststärke von 20 Einsatzkräften pro Wehr. Ohne den Zusammenschluss hätten beide Einheiten nach den Feuerwehrichtlinien aufgelöst werden müssen.
Der Rat beschloss zudem, das TSF-W-Löschfahrzeug aus Rennau zu verkaufen und durch ein Mannschaftstransportfahrzeug zu ersetzen. Diese Maßnahme ist Teil der Umstrukturierung der Ressourcen unter der neuen Wehr.
Im Rahmen des Übergangs wurden auch Führungspositionen bestätigt. Nikolas Müller bleibt stellvertretender Wehrführer der Rottorfer Einheit und übernimmt dieselbe Funktion in Hasenwinkel. Christin Bilz wurde zur stellvertretenden Wehrführerin der Feuerwehr Ahmstorf ernannt und soll Christian Fohlert zum Jahresende nachfolgen.
Gero Janze, Bürgermeister der Samtgemeinde, begrüßte die Einigung. Die Fusion tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft. Die neue Freiwillige Feuerwehr Hasenwinkel wird mit gemeinsamem Personal und modernisierter Ausstattung arbeiten. Ziel der Umstrukturierung ist es, die gesetzlichen Personalvorgaben zu erfüllen und die Einsatzbereitschaft in der Region zu sichern. Die Übergangsphase läuft bis zum Beginn des Jahres 2027.
