Zukunft von Old Texas Town in Spandau nach gescheiterten Verhandlungen ungewiss
Ekkehard ScheelZukunft von Old Texas Town in Spandau nach gescheiterten Verhandlungen ungewiss
Verhandlungen über die Zukunft von Old Texas Town gescheitert
Die Gespräche über die Zukunft des Western-Themenparks Old Texas Town im Berliner Bezirk Spandau sind gescheitert. Der Streit dreht sich um den Eigentümer des Geländes, die Firma Dr. Aldinger & Fischer, und das örtliche Bezirksamt. Eine Einigung über die weitere Entwicklung des Areals oder die Verlängerung des Pachtvertrags mit dem Verein konnte nicht erzielt werden.
Der Verein Old Texas Town wollte den Standort behalten, doch sein Pachtvertrag war bereits abgelaufen. Der Eigentümer schlug eine fünfjährige Übergangsregelung vor, die das Bezirksamt ablehnte. Zudem verweigerte es die Erteilung einer vorläufigen Baugenehmigung – woraufhin die Verhandlungen schließlich ganz platzten.
Der Eigentümer drängte auf eine mittelfristige gewerbliche Bebauung des Geländes, die nach geltendem Bebauungsplan jedoch nicht zulässig ist. Eine Verlängerung der Duldsfrist über fünf Jahre hinaus lehnte er ab. Das Bezirksamt behauptet hingegen, es habe eine Laufzeit von bis zu acht Jahren angeboten und erhebliche Zugeständnisse gemacht, bestreitet aber, rechtliche Sicherheit verweigert zu haben. Vielmehr betont es, dass eine verlässliche gemeinsame Planung unabdingbar sei.
Nach dem Scheitern der Verhandlungen droht dem Verein nun eine Räumungsklage. Eigentümer und Bezirksamt bleiben in der Frage der künftigen Nutzung des Geländes uneins. Der Abbruch der Gespräche hinterlässt den Old Texas Town-Verein ohne gültigen Pachtvertrag. Das Bezirksamt pocht auf die Einhaltung der Bebauungsvorschriften und Planungssicherheit. Über die nächsten Schritte für die Zukunft des Parks wird nun das Räumungsverfahren entscheiden.






