24 May 2026, 02:28

Wirtschaftsstimmung auf Rekordtief: BDI fordert Reformen und weniger Bürokratie

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut in Reformen

Wirtschaftsstimmung auf Rekordtief: BDI fordert Reformen und weniger Bürokratie

Unternehmensstimmung in Deutschland auf Tiefstand – BDI warnt vor Reformstau

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) auf einem historischen Tiefpunkt angelangt. Im jüngsten Bericht der Organisation kommt wachsende Verärgerung über politische Streitigkeiten und wirtschaftliche Belastungen zum Ausdruck. Diese Woche treffen sich Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow, um über Lösungen zu beraten.

Die Veranstaltung findet vom 31. Mai bis 2. Juni statt und versammelt täglich rund 350 Unternehmensvertreter. Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche nehmen an den Gesprächen teil, ebenso die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Im Mittelpunkt stehen die Reformagenda der Regierung und der Versuch, die Spannungen mit der Wirtschaft zu entschärfen.

BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch beschrieb die Unternehmen als „tief entmutigt, ja frustriert“ angesichts der aktuellen Lage. Er warnte, dass ausbleibende Reformen – besonders in einem Wahljahr – erhebliche Risiken bergen. Der Verband hat zudem seine Wachstumserwartungen für die Industrie im Jahr 2024 aufgegeben. Als Hauptgründe nannte er hohe Energiekosten, starke Steuerlasten und übermäßige Bürokratie.

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Gleichzeitig sieht Lösch Chancen für Ostdeutschland: Die Region könnte dank verfügbarer Flächen und gut ausgebauter Infrastruktur Investitionen in die Rüstungsindustrie anziehen. Der BDI fordert seit Langem weniger regulatorische Hürden, um Innovation und private Investitionen zu fördern.

Das Forum kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die deutsche Wirtschaft, die klarere politische Weichenstellungen und weniger Bürokratie einfordert. Ohne spürbare Veränderungen bleibt die Prognose des BDI düster – mit keinem erwarteten Wachstum in diesem Jahr. Die Gespräche in Bad Saarow werden zeigen, ob Politik und Wirtschaft einen gemeinsamen Weg finden.

Quelle