Winterchaos in Niedersachsen: Über 1.200 Schulen bleiben wegen Extremwetters geschlossen
Ekkehard ScheelKeine Schule wegen Eis - Was Schulleitungen sagen - Winterchaos in Niedersachsen: Über 1.200 Schulen bleiben wegen Extremwetters geschlossen
Strenger Winterwetter unterbricht Schulbetrieb in Niedersachsen
In diesem Jahr hat extremes Winterwetter den Schulalltag in Niedersachsen durcheinandergebracht. Über 1.200 Schulen mussten im Januar und Februar 2024 wegen starker Schneefälle und Glatteis ganz oder teilweise schließen. Anders als während der Pandemie bleibt der Unterricht per Distanzlernen bei wetterbedingten Ausfällen jedoch freiwillig.
Die Entscheidung über Schulschließungen bei Extremwetter liegt bei den Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen. Die aktuellen Zahlen aus dem Schuljahr 2023/24 zeigen, dass es zwar flächendeckend zu Absagen kam, ein automatischer Wechsel zu Online-Unterricht aber nicht erfolgt. Wie das Kultusministerium mitteilt, bewerten die Regionen die Risiken eigenständig.
Lehrkräfte im Land verfügen über Erfahrungen mit Distanzunterricht aus der Pandemiezeit. Sie haben ihre Methoden an verschiedene Altersgruppen und technische Voraussetzungen angepasst. Jüngere Schüler erhalten etwa Aufgaben per E-Mail, die Eltern zu Hause betreuen. Ein fester Stundenplan ist für Grundschulkinder im Fernunterricht jedoch kaum umsetzbar.
Matthias Aschern, Vorsitzender des Niedersächsischen Schulleiterverbandes, versicherte Eltern, dass kein Schüler wegen der winterbedingten Ausfälle Nachteile bei Abschlüssen befürchten müsse. Gleichzeitig betonte er, dass die aktuelle Situation nicht mit der Pandemie vergleichbar sei, da Schulen mittlerweile ausgereifte Konzepte für das Lernen auf Distanz entwickelt hätten.
Da es keine verbindliche Regelung für digitalen Unterricht bei wetterbedingten Schulschließungen gibt, hängt das Vorgehen von lokalen Entscheidungen ab. Lehrkräfte können zwar Aufgaben stellen, doch der Ansatz variiert je nach Alter und Rahmenbedingungen. Trotz der häufigen Unterbrechungen rechnet man nicht mit langfristigen Folgen für den schulischen Werdegang der Schüler.
