Warnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft kämpft für 5,8 Prozent mehr Lohn
Mia StollWarnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft kämpft für 5,8 Prozent mehr Lohn
Beschäftigte von Lorenz Snacks streiken am Freitag warnend
Am Freitag legen Mitarbeiter der Lorenz Snacks GmbH & Co KG die Arbeit im Rahmen eines Warnstreiks nieder. Dies ist die erste Welle solcher Arbeitsniederlegungen in der Branche, nachdem zuvor bereits Beschäftigte des Gebäckherstellers Bahlsen in den Ausstand getreten waren. Die Gewerkschaft NGG fordert eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über einen Zeitraum von zwölf Monaten.
Anlass für den Streik ist das jüngste Lohnangebot der Arbeitgeber, das die NGG als „völlig unzureichend“ kritisiert. Dem Vorschlag zufolge sollen die Gehälter zunächst sechs Monate lang eingefroren bleiben. Erst 2026 wäre eine Erhöhung um 1,9 Prozent vorgesehen, gefolgt von weiteren 1,5 Prozent im Jahr 2027. Fast die gesamte Belegschaft von Lorenz Snacks beteiligt sich an der Protestaktion.
Aktuell verhandelt die NGG mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Üblicherweise werden Tarifabschlüsse in der Branche auf Landesebene ausgehandelt. Die deutsche Süßwarenindustrie ist mit rund 60.000 Beschäftigten der viertgrößte Lebensmittelzweig des Landes.
Der Warnstreik unterstreicht die wachsende finanzielle Belastung der Beschäftigten. Die Forderung der NGG nach 5,8 Prozent mehr Lohn bleibt weiterhin bestehen. Die Gespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.






