Wahlmanipulation in Düdingen: Staatsanwaltschaft prüft verdächtige Stimmzettel mit identischer Handschrift
H.-Dieter HuhnWahlmanipulation in Düdingen: Staatsanwaltschaft prüft verdächtige Stimmzettel mit identischer Handschrift
Behörden in Düdingen untersuchen Vorwürfe der Wahlmanipulation durch Stimmensammlung nach den jüngsten Parlamentswahlen. Das Wahlbüro hatte Dutzende verdächtige Stimmzettel mit auffällig ähnlicher Handschrift gemeldet. Der Fall wurde nun an die Staatsanwaltschaft Freiburg zur weiteren Prüfung übergeben.
Die Unregelmäßigkeiten kamen vergangenen Sonntag während der Stimmenauszählung ans Licht. Wahlhelfer entdeckten 78 Stimmzettel, deren Schriftbild nahezu identisch wirkte. Die Feststellungen wurden umgehend der Bezirksverwaltung der Region Sense gemeldet.
Diese leitete den Fall an die Freiburger Staatsanwaltschaft weiter. Nach Schweizer Recht stellt die organisierte Stimmensammlung eine Straftat dar, die unter Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs fällt. Die Ermittler prüfen nun, ob das mutmaßliche Fehlverhalten das Wahlergebnis für den Gemeinderat – der 50 Sitze umfasst – beeinflusst hat.
Das Ergebnis der Untersuchungen wird entscheiden, ob rechtliche Konsequenzen folgen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten die Unregelmäßigkeiten nach Schweizer Wahlrecht geahndet werden. Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden die Beweislage sichten.
