Wadephul bereut: Seine Kinder sprechen kein Plattdeutsch – warum?
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat bedauert, seinen Kindern kein Plattdeutsch vermittelt zu haben. Er betont zwar den kulturellen Wert der Sprache, doch in politischen Kreisen spielt sie kaum eine Rolle.
Wadephul wuchs mit Plattdeutsch in Schleswig-Holstein auf und spricht die Regionalsprache dort bis heute. Zu Hause jedoch beherrscht seine Frau sie nicht, und er gibt offen zu, sie seinen Kindern nie beigebracht zu haben.
Seiner Ansicht nach prägt meist die Mutter die Familiensprache. Seine Kinder hätten ihm inzwischen ihr Bedauern darüber geäußert, die Gelegenheit zum Erlernen verpasst zu haben. Trotz seiner persönlichen Verbundenheit räumt Wadephul ein, dass Plattdeutsch in den politischen Debatten Berlins so gut wie keine Bedeutung hat.
Seine Kinder spüren den Verlust eines sprachlichen Erbes. Wadephuls eigene Erfahrung unterstreicht den schwindenden Einfluss des Plattdeutschen im heutigen Deutschland – eine Sprache, die vor allem mit regionaler Identität verbunden bleibt, nicht aber mit der Bundespolitik.






